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Pro Plätzchen

Was wir alle heimlich längst vermutet haben: der Weihnachtsmann kommt nur wegen des Tellers voller Plätzchen in unser Haus geklettert. Einige Dozierende haben daraus gelernt und locken ihre Studierenden mit süßen Knabbereien in die Seminare. Von Evelyn Toma

Die Adventszeit ist in vollem Gange und eigentlich sollten wir in frohlockender Jingleglöckchenstimmung durch die Gegend springen und den Läden Geld für unnötige Geschenke in die Taschen spielen. Aber irgendwie will die richtige Stimmung nicht aufkommen. Stattdessen trotten wir Tag ein Tag aus in Wintermontur in die Uni. Die U-Bahn ist viel zu voll, Dahlem kein bisschen dekoriert, in der Uni steht kein Tannenbaum.

Zum Glück gibt es einige Dozierende, die für ein bisschen Adventsbesinnlichkeit im Seminar sorgen. In den Theaterwissenschaften zum Beispiel betritt man in den letzten Wochen nämlich des öfteren einen Seminarraum voller Lebkuchen, Plätzchen und Mandarinen. Wer nun morgenmuffelig das Haus verlässt, weil für das Frühstück mal wieder keine Zeit blieb, kann sich jetzt auf ein bisschen Blutzucker freuen, sobald die Uni losgeht.

Wer jedoch denkt, dass die Studierenden alle am mampfen sind, und die Lehre auf der Strecke bleibt, täuscht sich. Nicht nur dass niemand hangry (also hungry und deshalb angry) und die Grundstimmung harmonischer ist – es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Zucker wichtiger Grundstoff ist, mit dem das Gehirn überhaupt erst arbeiten kann. Die Mandarinen wiederum sind reich an Vitamin C. Dieses schützt vor Erkältungen und dient somit als Präventionsmaßnahme, um trotz kaltem Wetter nicht in leergefegten Seminaren zu sitzen. Und auch wer nicht krank ist und sich aus anderen Gründen drücken wollte, überlegt sich so vielleicht zweimal ob er nicht lieber doch auf einen gemütlichen Plausch über Foucault zur Uni fährt.

Weihnachten ist nur einmal im Jahr und man sollte die Adventszeit nutzen, um in Stimmung zu kommen. Wo könnte das besser geschehen, als an dem Ort, an dem wir sowieso bis kurz vor Heiligabend unsere Nachmittage verbringen? Einziges Manko: Die Dozierenden zahlen bislang sämtliches Weihnachtsgebäck aus eigener Tasche. Wer ihnen ein kleines Geschenk zurückgeben möchte, bringt nächstes Mal am besten selbst etwas mit. Und sagt lieb: Danke!

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