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Die 11. Internationale Filmwoche der FU

Auf der Internationalen Filmwoche gab es fünf Tage lang Filme aus allen Ländern zu sehen. Dabei stand vor allem ein Thema im Vordergrund.  Von Carla Aghaebrakim, Dominique Müller und Ben Gutberlet.

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Mit den Mitteln des Kinos wollten die Internationalen Filmtage gesellschaftliche Themen ins Bewusstsein rücken. Quelle: Flickr

„Cross-roads, cross-boarders, cross-minds“ – das Motto der 11. Internationalen Filmwoche war Programm. Zwischen dem 07. Und 11. November konnten sich Studierende und Interessierte eine Mischung aus Dokumentar-, Kurz- und Spielfilmen anschauen. Auch wenn das Motto viele Assoziationen zulässt, der Fokus der insgesamt 14 Filme, die die Filmwochen-Initiative zeigte, lag auf emanzipatorischen Frauen aus aller Welt und ihrem Kampf gegen die patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen, die Unterordnung der Männer und den religiösen Fundamentalismus. Dabei hatte die Filmwoche das Ziel, gegenseitige Vorurteile abzubauen und gleichzeitig mehr Toleranz für andere Kulturen aufzubauen.

Internationale Vielfalt

Die Beiträge, die sich alle verschieden mit dem Thema auseinandersetzen, kamen aus aller Welt. Der deutsche Spielfilm „Kriegerin“ zum Beispiel handelt von einem Mädchen, das bekennende Neonazistin ist und in ihrer hasserfüllten Welt auf eine ganz andere Art und Weise gegen patriarchalische Strukturen zu kämpfen hat. Gezeigt wurden aber auch Filme wie „Drachenmädchen“, in dem das Leben junger chinesischer Mädchen in Chinas größter Kung-Fu-Schule präsentiert wird, wo sie weit weg von zuhause und unter strengen Regeln alles andere als eine normale Kindheit erleben können. Auch der Dokumentarfilm „Amy“, über das tragische, drogenerfüllte und viel zu kurze Leben der britischen Sängerin Amy Winehouse, wurde gezeigt. Auch wenn dieser Film im Programm neben den anderen erst einmal irritiert, greift er das Thema der Filmwoche auf, denn auch Amy’s Leben war stark geprägt vom Verhältnis zu ihrem dominanten Ehemann. Es liefen aber auch einige Dokumentarfilme, in denen es um kurdische Frauen in Syrien ging, die furchtlos gegen den IS in den Krieg ziehen.

Prägende Bilder aus Syrien

Vor allem die Bilder aus diesen Dokumentarfilmen sind mir im Gedächtnis geblieben. Der Krieg dort dauert jetzt schon so lange und zu viele Menschen sind gestorben. Diese Frauen, die ihr komplettes altes Leben aufgeben, um sich dem Kampf gegen den IS anzuschließen, gehen so routiniert mit ihren Waffen um und zeigen keinerlei Angst vor ihrem Feind. Lieber würden sie sterben, als ein Gefangener zu sein. Sie sehen in diesem neuen Leben bei der Kurdischen Guerilla oder der Miliz YPG neben dem Kampf gegen den Islamischen Staat auch eine Chance mit ihrem, von Männern dominierten, vorherigen Leben abzuschließen und in den Kampfeinheiten, gleichgestellt mit ihren männlichen Mitkämpfern, gegen den IS vorzugehen. Diese Frauen kennen praktisch keinen Frieden und es scheint als seien ihre Furchtlosigkeit und ihr Lächeln eine Mischung aus Wirklichkeit und Fassade. Filme wie diese führen dem Zuschauer vor Augen in was für einer privilegierten Welt man lebt, ohne irgendeine Angst vor Krieg und bewaffneten Kämpfen haben zu müssen. Gleichzeitig fällt es schwer sich vorzustellen, wie diese Frauen sich fühlen müssen. Dafür boten die Filme einen guten Einblick in das Leben von unterschiedlichen Frauen, die für Gleichberechtigung, Emanzipation und Befreiung kämpfen.

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