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Neue Ordnung für das Studienkolleg

Der Akademische Senat hat eine neue Ordnung für das Studienkolleg der FU beschlossen. Außerdem ging es um neue Professuren und den Ferienausschuss. Von Alexandra Brzozowski und David Rouhani

Foto: Archiv

Der Sitzungsraum des Akademischen Senats soll in den Ferien leer bleiben. Foto: Archiv

In seiner letzten Sitzung des Semesters hat der Akademische Senat (AS) am vergangenen Mittwoch eine neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Studienkolleg der FU beschlossen. Zuvor hatten die Abgeordneten noch über einige Details verhandelt. Gegenstand der Diskussion war außerdem eine Initiative der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) aus Bund und Ländern, durch die deutschlandweit 1000 neue „Tenure-Track-Professuren“ geschaffen werden sollen.

Die neue Ordnung des Studienkollegs beinhaltet lediglich kleinere Veränderungen. Ziel sei vor allem gewesen, gemeinsam mit der TU zu einer einheitlichen Regelung zu kommen. Am Studienkolleg wird ausländischen Bewerbern, deren Vorbildung nicht für die direkte Bewerbung zum Studium ausreicht, eine einjährige schulische Vorbereitung angeboten. Der Unterricht findet dann in Schwerpunktkursen für den angestrebten Studiengang statt. Am Ende erfolgt eine Prüfung zur Feststellung der Hochschuleignung.

Streitpunkt Anwesenheitspflicht

Nach Angaben von Vizekanzler Mühlhahn seien im laufenden akademischen Jahr 121 Bewerber zugelassen worden für vier verschiedene Schwerpunktkurse in den Bereichen Medizin, Wirtschaft, Geistes- und Sprachwissenschaften sowie die naturwissenschaftlichen Fächer. Studienkollegs-Leiterin Christa Schwarzkopf merkte an, dass es bisher keine Quotierung gegeben habe, sich dies jedoch ändern könnte, um Geflüchteten entgegenzukommen.

Auf Nachfrage der Studierendenvertreter wurde noch um einige Details gerungen. Hauptstreitpunkt waren die Regelungen im Fall von Abwesenheit. Ein ärztliches Attest sei demnach für die Kolleg-Teilnehmer schon ab dem dritten Tag nötig, sollten sie nicht am Unterricht teilnehmen können. Außerdem behält sich das Studienkolleg vor, in Zweifelsfällen ein amtsärztliches Attest zu verlangen. Dies sei in der Praxis jedoch noch nie vorgekommen. Die studentischen Vertreter bemängelten die Regelung für Unterrichtsversäumnisse als „sehr restriktiv“. Nach einigen kleinen Korrekturen in anderen Detailfragen wurde die neue Ordnung bei nur zwei Gegenstimmen angenommen.

Verhandlungen um neue Professuren

Auf Anfrage von Professor Löffler wurde außerdem die jüngste Initiative der GWK erörtert. Sie sieht deutschlandweit 1000 neue „Tenure-Track-Professuren“ vor und soll somit für mehr Sicherheit für promovierte Wissenschaftler sorgen. Das aus den USA bekannte Tenure-Track-Verfahren ermöglicht promovierten Wissenschaftlern eine Lebenslange Professur, wenn sie die Vorgaben der Universität für ihre Forschung und Lehre erfüllen. Dem Land Berlin sollten damit 65 neue Professuren zukommen. Der Ständige Vertreter der Kanzlerin Dannenberg machte darauf aufmerksam, dass die Verhandlungen noch liefen und es noch keine Neuigkeiten gebe. Einige Nachfragen der Abgeordneten könnten daher noch nicht beantwortet werden.

Kein Ferienausschuss eingesetzt

Für Verwirrung sorgte zudem die Diskussion um die Einsetzung eines Ferienausschusses des AS. In der Regel kann ein solcher Ausschuss während der Semesterferien einberufen werden, wenn es Themen gibt, die dringender Klärung bedürfen. Mathias Bartelt von den studentischen Vertretern argumentierte, dass ein Ferienausschuss ohnehin über die Jahre nicht eingesetzt worden sei. Sollte er trotzdem stattfinden, dann müsse dies wenigstens durch Mindestzusammensetzung des AS sein. Dies sei jedoch schwer umzusetzen. Professor Löffler beantragte daraufhin, in diesem Jahr bereits im Vorhinein auf einen solchen Ausschuss zu verzichten.

„Wenn dringender Handlungsbedarf besteht, aber der AS aber nicht in abstimmungsfähiger Mehrheit zusammentreten kann, dann muss das Präsidium entscheiden. Wollen Sie das?“, fragte Vize-Präsidentin Schäfer-Korting in die Runde. Löfflers Antrag wurde schließlich knapp mit zehn zu neun Stimmen stattgeben.

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