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Fast fertig: Holzlaube öffnet ihre Pforten

Nach zweieinhalb Jahren ist es endlich soweit: die Holzlaube, eines der größten universitären Bauprojekte Deutschlands nimmt direkt neben Rost- und Silberlaube den Betrieb auf. Ein Rundgang mit Enno Eidens.

Ein bisschen schön ist sie ja schon, die Holzlaube. Mit speziellen Mitteln gegen die Witterung überzogen, präsentiert sich das neue Gebäude zwischen Silberlaube und Fabeckstraße im ultramodernen Farbton „holzsilber“. Die Bauart folgt dabei laut Ausschreibung der FU den selben Prinzipien wie die von Rost- und Silberlaube: „Modularität“, „horizontale Bandstruktur.“ Stimmt alles. Der Neubau ist modern und zweckmäßig, liebevolle Details fallen von außen nur schwer auf, sind aber vorhanden.

Unter anderem verfügt das Gebäude über verschiedene Terrassen, die im Sommersemester auf Begeisterung stoßen werden. Von einigen Seminarräumen aus kommt man direkt an die frische Luft. Dort oben lassen sich sicher wunderbar kurze Raucherpausen einlegen. Der Blick fällt dabei wahlweise auf Parkplätze oder die dezent dekorierten Innenhöfe, die mit ihren fast schon spießig anmutenden Baumarrangements super zu dem extrem spießigen Lustgarten an der Fabeckstraße, gegenüber des ZEDAT-Gebäudes, passen. Hier werden die bekannten Silber- und Grautöne des Neubaus mit perfekt angeordneten, rosa blühenden kleinen Bäumen kombiniert. Geschmackssacke, aber extrem durchdacht und sehr elegant arrangiert. Die farblichen Akzente im Inneren der Holzlaube beschränken sich übrigens auf ein Cremegrün. Das ist ebenfalls Geschmackssache.

Viele kleine unter einem Dach

Deutlich relevanter als seine Optik ist das generelle Anliegend es Neubaus: die Zusammenführung vieler kleiner Institute, die im Frühjahr diesen Jahres aus den kleinen Villen in Dahlem in das neue Gebäude zogen. Ganze 17 „kleine Institute“ des Fachbereichs der Geschichts- und Kulturwissenschaften finden in dem Neubau nun ein geteiltes Zuhause. Die neue, mit der erziehungswissenschaftlichen Bibliothek zusammengeführte, Campusbibliothek führt ab Montag Bücher von insgesamt 24 Instituten an einem Ort. Die um fünf Tage verspätete Eröffnung der neuen Bibliothek war dabei sicherlich dem enormen Aufwand geschuldet, alle Bücher in ein gemeinsames System einzuordnen.

Der Betrieb in der Holzlaube läuft bereits seit ein paar Tagen. Die vielen Mitarbeiter richten sich ihre Büros ein und hatten kaum Zeit zur Entspannung zwischen den Semestern. Die ersten Seminare werden gehalten und auch die Feuermelder wurden zum Leidwesen vieler Studenten bereits ausgiebig getestet. Der Gestank der frischen Farbe und die vereinzelten Baustellen innerhalb des Gebäudes sind sicherlich nicht angenehm, doch die Holzlaube steht und wird Ende Mai offiziell eröffnet.

Mehr Informationen zum Neubau findet ihr im nächsten FURIOS Heft im Juni 2015.

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