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Mehr Sport für eine bessere Welt

Sport ist nicht nur gesund, er bringt Menschen zusammen. Jörg Förster ist Leiter des FU Unisports und will demnächst auch auf europäischer Ebene bewegende Begegnungen organisieren. Tanja Kunesch sprach mit ihm.

Für Jörg Förster ist Sport mehr als nur Schwitzen. Foto: Tanja Kunesch

Für Jörg Förster ist Sport mehr als nur Schwitzen. Foto: Tanja Kunesch

Jörg Förster ist seit 2011 Leiter des Hochschulsports an der FU. Jetzt hat er sich zur Wahl für das Exekutivkomitee der European University Sports Association (EUSA) 2016 aufstellen lassen. Die EUSA organisiert unter anderem die EUSA Games, einen Multi-Sport Wettkampf für die besten Hochschulsportler Europas. 

FURIOS: Herr Förster, wie kam es zu Ihrer Kandidatur für die EUSA?

Förster: Ich bin seit knapp zehn Jahren auf der internationalen Hochschulsportebene in verschiedenen Gremien tätig. Damit bin ich im Moment wahrscheinlich derjenige im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, der die meiste Erfahrung mit der Entwicklung des Europäischen Hochschulsports hat. Daher wurde ich gefragt, ob ich Interesse an einer Kandidatur hätte.

Das klingt, als hätten Sie ganz gute Chancen?

Das ist schwer einzuschätzen. Meine Chancen hängen unter anderem von der Kandidatenlage 2016 ab. Ich war im Hochschulsport schon für zwei internationale Veranstaltungen verantwortlich. Vermutlich habe ich damit ganz gute Karten, aber das wird sich noch herausstellen. Und ich gebe zu, dass viel persönliche Motivation dabei ist. Vor dem Hintergrund der Entwicklung in Europa ist es spannend, in einem europäischen Gremium bei der übergeordneten Gestaltung meines Berufsfeldes mitzuarbeiten.

Welchen Einfluss hätte dieses Amt auf Ihre Stelle an der FU?

Meine Rolle hier würde sich nicht verändern, da der neue Job ein Ehrenamt wäre. Vielmehr würde sich das Netzwerk des Unisports an der FU vergrößern. Das würde sich letztlich positiv auf unsere Arbeit auswirken. Gerade als global orientierte Uni muss es in der Zukunft eines unserer Ziele sein, eine internationale Sportveranstaltung auszurichten.

Werden die EUSA Games auch von den Studierenden positiv angenommen?

Ja natürlich, das sind ja attraktive Veranstaltungen. Sie fahren in ein anderes Land, in dem sie Leute aus ganz Europa treffen, und messen sich mit den besten ihrer Sportart. 2016 werden es 24 verschiedene Disziplinen sein. Nicht viele haben die Chance, während ihres Studiums hinter der eigenen Fahne in ein Stadion einzulaufen. So etwas prägt einen. Ich hatte dazu als Aktiver leider nicht die Chance. Aber ich kann mich noch erinnern, wie wir uns als Studenten darüber die Köpfe heiß geredet haben, wie man die Welt mit Sport besser machen könnte. Wenn ich jetzt in diese Funktion in der EUSA einrücken würde, könnte ich an anderer Stelle genau das machen, was ich damals schon wollte.

Was genau meinen Sie damit: die Welt mit Sport besser machen?

Wir können zumindest die Möglichkeit, Sport auszuüben, besser machen. Die stille Hoffnung ist natürlich, dass die Welt durch Sport besser wird, weil man sich auf eine andere Art und Weise begegnet. Sport hilft, Vorurteile abzubauen und erleichtert die Verständigung. Zwei Leute, die überhaupt nicht miteinander reden, können ohne Probleme miteinander Fußball spielen. Seit Jahren sehe ich auf jeder europäischen Hochschulmeisterschaft, wie Menschen durch Sport lernen, aufeinander zuzugehen.

Wie sollte sich der Hochschulsport an der FU weiterentwickeln, um dem gerecht zu werden?

Ziel ist es, noch mehr auf dem Campus sichtbar zu werden, um die FU zu einer bewegten Hochschule zu machen. Wir müssen auch in der Bildung den ganzen Menschen betrachten, denn es kommt nicht nur der Kopf zum Studieren oder Arbeiten in die Hochschule. Insofern glaube ich, dass der Unisport einem allumfassenden gesellschaftlichen Auftrag dient, der deutlich darüber hinausgeht, eine reine Service-Einrichtung der Hochschule zu sein. Daran müssen wir arbeiten.

 

Ab dem Wintersemester 2015 wird es auch eine sportliche Lehrveranstaltung im ABV-Bereich geben: Sport und Veranstaltungsmanagement.

 

 

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