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FU peitscht endlich das WLAN voran

Über das WLAN der FU, das Studenten oft nur im Schneckentempo ins Internet befördert, beklagen sich viele. Auch Julian Daum wollte sich über diesen Zustand beschweren, doch wurde er eines Besseren belehrt.

 

 

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Eigentlich sollte das eine Polemik werden. Ein böser Kommentar darüber, dass die FU wieder einmal nichts auf die Reihe bekommt. Denn: Vermehrt fällt auf, dass sich Studenten auf dem Campus nicht ins FU-Netz eduroam einwählen können oder zu bestimmten Stoßzeiten etwa in der Philologischen Bibliothek einfach rausgeschmissen werden, weil das Netz überlastet ist.

Was hätte ich mich aufregen können: Die Eliteuniversität FU bringt es nicht fertig, seine Räumlichkeiten mit einer ausreichenden, zeitgemäßen IT-Infrastruktur zu versorgen. Dabei verlangt das Studentenherz doch für ein erfolgreiches Studium nach permanentem und ultraschnellem Zugang zu allen Informationen, sei es in der Bibliothek, am Laptop in der Mensa oder am Smartphone im Menschengewirr der K-Straße.

Die FU ist doch nicht unfähig

Mit meinem Kommentar hätte ich mich einreihen wollen in Tiraden über die Unfähigkeit der FU, doch genau bei dem Thema WLAN macht sie mir einen Strich durch die Rechnung.

Denn seit Anfang dieses Jahres sei viel getan worden, um das WLAN auf dem Campus leistungsfähiger zu machen, erklärt die Pressestelle der FU auf Anfrage. Das lässt sich die Uni sogar einiges kosten, rund drei Millionen Euro hat sie in das Projekt „WiFi 2“ gesteckt. Das Ziel dabei ist es, bis zum Ende des kommenden Jahres sämtliche  der 1400  WLAN-Zugangspunkte auf den neuesten Stand zu bringen.

Auch, dass an vielbesuchten Orten wie der Philologischen Bibliothek eine Überlastungsgefahr besteht, wird berücksichtigt. Die Orte werden nach und nach identifiziert und dann mit zusätzlichen Zugangspunkten ausgestattet, damit die Verbindung schneller wird. Es bestehen also noch Lücken. Wer allerdings gleich zornig wird, wenn das Internet mal wieder lahmt, sollte sich den Aufwand vor Augen halten, der mit diesem Mammut-Projekt verbunden ist.

Sisyphosaufgaben brauchen ihre Zeit

Die komplexe IT-Infrastruktur an der FU permanent instand zu halten, benötigt Zeit und ist letztendlich eine Sisyphosaufgabe: Ist erst einmal alles aktualisiert, kann auch schon wieder von vorne begonnen werden. Insofern ist ein Zeitraum von etwa eineinhalb Jahren für ein logistisch derart komplexes Projekt angemessen. Bis es letztendlich soweit ist, könnte man es vielleicht halten, wie es mit den überfüllten Schließfächern sein sollte: Wenn man es nicht braucht, ausloggen!

Es ist nicht leicht, das weiß ich nur zu gut, aber manchmal muss man eben auch Nachsicht mit der Alma Mater haben. Denn hier hat die FU doch erst einmal alles richtig gemacht. Klar ist aber auch, dass dies nicht das erste Projekt wäre, das sich verzögert. Vielleicht kann die Polemik ja dann nächstes Jahr erscheinen.

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