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Snowden wird Ehrenmitglied der FU

Der Akademische Senat wartete in seiner vergangenen Sitzung mit einem überraschenden Beschluss auf: Edward Snowden soll Ehrenmitglied der FU werden. Von Francis Laugstien und Hannah Zabel

Mit ihrer Forderung haben die studentischen Vertreter im AS Erfolg gehabt. Edward Snowden wird tatsächlich Ehrenmitglied der FU. Foto: Elena Polio [flickr.com]

Mit ihrer Forderung haben die studentischen Vertreter im AS Erfolg gehabt. Edward Snowden wird tatsächlich Ehrenmitglied der FU. Foto: Elena Polio [flickr.com]

In der Sitzung des Akademischen Senats (AS) am vergangenen Mittwoch trafen seine Mitglieder eine sensationelle Entscheidung: Whistleblower Edward Snowden wird Ehrenmitglied der FU. Der Antrag, der auf eine Initiative der studentischen Vertreter zurückgeht, wurde im nicht öffentlichen Teil der Sitzung gefasst. Wie der Tagesspiegel berichtet, erklärte die Uni, Snowden habe sich außergewöhnlich für Transparenz, Gerechtigkeit und Freiheit eingesetzt. Dies sei eine in höchstem Maße mit den Grundsätzen der FU – ,Veritas, Iustitia und Libertas‘ – konforme Haltung.

 

Den Antragsstellern ging es mit Blick auf die Erfolgschancen anfangs vor allem darum, eine Debatte zu forcieren. Auch wenn die Entscheidung Snowden vielleicht nicht persönlich tangieren wird: Die traditionell mit den USA verbundene FU zumindest hat sich mit dieser Entscheidung eindeutig positioniert.

FU kooperiert mit Moskauer Uni

An anderer Stelle standen Austausch und Kooperation noch über politischen Differenzen: Zusammen mit dem staatlichen Institut für Internationale Beziehungen in Moskau soll der Masterstudiengang „Deutsches und europäisches Wirtschaftsprivat – und Wirtschaftsverwaltungsrecht“ angeboten werden. Dazu sollen Professoren des Fachbereichs Rechtswissenschaft der FU für einige Wochen im Semester nach Russland reisen und dort unterrichten.

Für viel Diskussionsstoff sorgte die aktuelle politische Situation Russlands und die Frage, ob ein primär an einer anderen Hochschule angebotener Studiengang überhaupt das Siegel „FU“ verdiene. Der Studiengang soll zunächst auf vier Jahre beschränkt werden. Beschlossen wurde dies mit 15 Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen. Gegenstimmen blieben aus.

Streitthema Uni-Assist

Kritik an der Praxis von Uni-Assist wurde von Seiten der studentischen Vertreter eingebracht. Uni-Assist ist ein von der FU unabhängiger Verein. Als Dienstleister der Uni regelt er die Studienplatzvergabe für Bewerber mit nicht-deutscher Hochschulzugangsberechtigung. Dafür fordert er von den Bewerbern Gebühren. Vor Kurzem wurden diese auf 75 Euro pro Erstbewerbung und 15 Euro für jede weitere erhöht. Für Studierendenvertreter Philipp Bahrt ist das eine „rassistisch anmutende Praxis“. Schon die alten Gebühren könnten in keinem Verhältnis zu dem dazugehörigen Arbeitsaufwand stehen.

Alt wies die Kritik an Uni-Assist größtenteils zurück. Die Bewerber würden auf diesem Wege mehr Geld sparen, als wenn sie sich bei jeder Uni einzeln bewerben müssten. Außerdem sei die FU nicht in der Lage, die vielen Verfahren selbst zu bewältigen. Vizepräsident Beck verteidigte den Verein gegen den Vorwurf des Rassismus: „Auch Deutsche, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben, müssen sich über Uni-Assist bewerben.“ Alt bezeichnete die Prüfung durch den Verein als „alternativlos“.

Mehr Transparenz gefordert

Vizepräsident Bongardt räumte ein, dass es in Hinblick auf die Gebührenerhöhung tatsächlich Klärungsbedarf gäbe. Die FU habe sich daran nicht beteiligt und diese auch nicht abgesegnet. Letztlich blieben alle Kostenfragen reine Spekulation: Weder über den Aufwand von Uni-Assist noch den der einzelnen Bewerber lagen fundierte Informationen vor. Die Studierendenvertreter forderten auch deshalb ein transparenteres Verfahren.

Weiterhin brachten die studentischen Vertreter ein ebenfalls dauerhaftes Streitthema auf die Tagesordnung. Sie beantragten eine fächerübergreifende Regelung für die letztmaligen Prüfungstermine in den Magister – und Diplomstudiengängen. Bisher ist das von Fachbereich zu Fachbereich unterschiedlich geregelt. Eine Entscheidung darüber wurde jedoch auf die nächste Sitzung des AS am 2. Juli vertagt.

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