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Alt unterzeichnet Hochschulverträge

Das Ringen ums Geld ist beendet: FU-Präsident Alt hat im Roten Rathaus die Hochschulverträge unterschrieben – und versuchte, Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Von Florian Schmidt

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Neben Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD, r.) unterzeichet FU-Präsident Peter-André Alt (l.) die neuen Berliner Hochschulverträge. Foto: Florian Schmidt

Jetzt ist es amtlich. Die Hochschulverträge zwischen dem Land Berlin und den Unis und Fachhochschulen der Hauptstadt sind unterschrieben. Am Freitag trafen sich dazu Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und die elf Präsidenten und Rektoren der Berliner Hochschulen im Roten Rathaus. Auch FU-Präsident Peter-André Alt war zugegen, um das Papier zu unterzeichnen, das regelt, wie viel Geld die Unis in den kommenden vier Jahren vom Land erhalten.

Die Verträge sichern den Hochschulen der Hauptstadt bis 2017 rund 122 Millionen Euro zusätzlich zu.  Ab diesem Jahr gibt es pro Jahr 3,4 Prozent mehr Geld vom Berliner Senat als noch 2013. Angesichts der Haushaltslage und der Schuldenbremse des Landes sei dies ein großer Erfolg, sagte Scheeres am Freitag. „Es war ein langer Weg“, so die Senatorin. „Bei den Verhandlungen ist es nicht immer leise zugegangen, aber am Ende haben wir uns geeinigt.“

Kritischer äußerte sich der Verhandlungsführer der Hochschulen, der scheidende TU-Präsident Jörg Steinbach: „Die Verträge sind eine größere Herausforderung als die Vereinbarung von vor vier Jahren. Der Zuwachs an Mitteln wird die Ausgaben bei den Hochschulen nicht ausgleichen.“ Deshalb mahnte er vor allem, dass die Bundeszuschüsse aus dem Hochschulpakt verlängert werden müssen.

Nur wer die Regelstudienzeit deutlich überzieht, schadet der Uni

Ähnlich sieht es auch FU-Präsident Alt. Zwar lasse sich der Status quo mit dem Geld halten – „aber nur, wenn genügend Studierende ihren Abschluss machen.“ Stärker als zuvor koppelt der Vertrag die Gelder daran, wie viele Studenten ihr Studium in Regelstudienzeit abschließen. Asta-Vertreter hatten dies mehrfach kritisiert; sie fürchten, dass nun noch größerer Druck auf die Studenten aufgebaut wird, ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit zu beenden.

Alt entgegnete dem: „Das ist nicht die Konsequenz. Zwar stimmt es, dass es weniger Geld für Studenten gibt, die deutlich länger als Regelstudienzeit brauchen. Aber es gibt eine Toleranzgrenze von zwei Semestern – wenn jemand etwa statt sechs acht Semester braucht, bedeutet das keinen finanziellen Verlust für die Uni.“ Das größere Problem sieht Alt darin, alle Studienplätze zu besetzen. „Die Bewerber konzentrieren sich zunehmend auf beliebte Fächer wie BWL und Psychologie“, sagte Alt. „In einigen kleinen Fächern hingegen bleiben immer wieder Plätze frei – die aber müssten besetzt werden, damit wir die volle Summe bekommen können.“

Wofür das Geld in den kommenden Jahren genau verwendet wird, ist derzeit noch unklar. Fakt ist: Viele Gebäude an den Berliner Unis brauchen eine Sanierung. Ein nicht unbedeutender Teil des Geldes wird daher vermutlich in den Baubestand der Unis fließen.

 

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