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Klaus Beck ist neuer FU-Vizepräsident

Der Erweiterte Akademische Senat hat Klaus Beck zum Vizepräsident der FU gewählt. Im Anschluss an die Sitzung diskutierten einige Vertreter offen wie selten über studentische Anliegen. Von Florian Schmidt

Der neue Vizepräsident der FU, Klaus Beck, während der Sitzung des Erweiterten Akademischen Senats. Foto: Florian Schmidt

Der neue Vizepräsident der FU, Klaus Beck, während der Sitzung des Erweiterten Akademischen Senats. Foto: Florian Schmidt

Die FU hat einen neuen Vizepräsidenten. Der Erweiterte Akademische Senat (EAS) wählte in seiner Sitzung am Mittwoch, 29. Mai, den einzigen Kandidaten Klaus Beck als einen der vier Vizepräsidenten. Der Kommunikationswissenschaftler ist Nachfolger des im November 2012 verstorbenen Werner Väth. Im Anschluss an die Sitzung diskutierten rund 25 EAS-Mitglieder mit Studenten des Bildungsprotestes über die Sitzung des Akademischen Senats in Teltow, bei der es offenbar zu Gewalt gegen Studenten gekommen ist. Während der regulären Sitzung waren die Studenten damit gescheitert, dies als Diskussionspunkt auf die Tagesordnung zu setzen.

Ehe die EAS-Mitglieder im Audimax des Henry-Ford-Baus über Klaus Beck abstimmten, beantwortete der Kandidat Fragen der studentischen Vertreter. Dabei machte er unter anderem deutlich, dass er gegen mehr studentischen Einfluss im Akademischen Senat ist, wie er zuletzt an der TU beschlossen wurde:  „Wenn Sie die Frage stellen, ob ich ein Verfechter der Viertelparität bin“, sagte Beck, „so ist die klare Antwort Nein.“

Bei der anschließenden Wahl gab es keine Überraschungen. 37 der 61 wahlberechtigten EAS-Mitglieder stimmten für Beck, 18 gegen ihn. Die offizielle Sitzung des EAS war damit beendet.

Senatsmitglieder diskutieren nach der Sitzung mit Studenten

Inoffiziell aber ging es weiter: Während viele der EAS-Mitglieder das Audimax verließen, blieben rund 25 Vertreter unterschiedlicher Statusgruppen, um mit den studentischen Vertretern offen wie selten über deren Anliegen zu diskutieren. Wichtigster Punkt war die Aufarbeitung der Vorfälle rund um die Sitzung des Akademischen Senats (AS) vom 13. Februar in Teltow.

Die Studenten zeigten zunächst ein Video, das dokumentieren soll, wie Wachmänner in Teltow auf Studenten eingetreten und eingeschlagen haben. Alle Anwesenden wirkten bestürzt über die Aufnahmen. „Ich finde das Video sehr erschütternd“, sagte Professor Klaus Hoffmann-Holland, Mitglied der präsidiumsnahen „Vereinten Mitte“.  Jedoch forderte er die Studenten dazu auf, das Video ungeschnitten zu zeigen und im Rahmen einer offiziellen AS-Sitzung auch die Gegenseite, also das Präsidium, anzuhören.


Dieses Video präsentierten die Studenten im Anschluss an die Sitzung

„Die andere Seite kommt hier immer zu Gehör – und zwar durch den Mund von Präsident Alt“, entgegnete ihm Philipp Bahrt, der sich wie die übrigen studentischen Vertreter frustriert über die Verhältnisse im höchsten FU-Entscheidungsgremium zeigte. Klaus Scholle von der Studienberatung schlug daraufhin vor, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen.

Der frisch gewählte Vizepräsident Beck reagierte darauf skeptisch. „Ich warne davor, sich in einer Extra-Kommission in einer Spirale zu verfangen, die nur rückwärtsgewandt ist“, sagte er. Auch versuchte er die Erwartungen, die einige Studenten an ihn stellten, herunterzuschrauben. „Ich bin nicht das Präsidium, und ich werde es auch nicht sein“, sagte er. Dennoch versprach er sich dafür einzusetzen, dass es zu einem vermittelnden Dialog zwischen Studenten und Präsidium kommt. In der nächsten Sitzung des AS, am 12. Juni, könnten sich das Gremium erneut mit dem 13. Februar beschäftigen.

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