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Vollversammlung zur Demokratie an der FU

Studierende haben sich in der VV über die Demokratie an der FU ausgetauscht. Abseits davon stellte sich der designierte Vizepräsident Klaus Beck vor. Von Veronika Völlinger

Der Bildungsprotest lud zum Informationstag zur Demokratie an der Uni. Foto:Veronika Völlinger

Etwa 80 Studierende haben am Dienstag, 28. Mai, in einer Vollversammlung (VV) über demokratische Strukturen innerhalb der universitären Gremien diskutiert. Aktivisten des Bildungsprotests hatten zu der Vollversammlung im Rahmen eines Informationstages zur Demokratie eingeladen. Unabhängig von dieser Veranstaltung stellte sich am Abend der designierte Vizepräsident Klaus Beck einer kleinen Runde Studierender vor.

In einer Einführung in die Strukturen der universitären Gremien kritisierten die Aktivisten des Bildungsprotests das Demokratiedefizit an der FU. So würden studentische Vertreter im Akademischen Senat (AS) etwa durch nachträglich erfundene Fristen für Anträge in ihrer Arbeit behindert, sagte Lasse Thiele vom Bildungsprotest. „Mitbestimmung wird im Präsidium als Hindernis für effiziente Hochschulverwaltung angesehen“, fasste er zusammen.

Gegen Viertelparität könnte geklagt werden

Eine Asta-Referentin der Technischen Universität (TU) berichtete vom Ringen um die Viertelparität an ihrer Uni. Am 15. Mai hatte EAS der TU eine neue Grundordnung beschlossen, die — gemäß eines Antrags studentischer Senatsmitglieder — eine Viertelparität im EAS vorsieht. Die Mehrheiten seien an der TU jedoch anders verteilt als an der FU, weshalb diese kleine Sensation erst in geheimer Abstimmung gelungen sei. Noch ist allerdings unklar, ob entweder das Rechtsamt der TU oder die Berliner Senatsverwaltung dem Beschluss zustimmt.

Abseits der VV stellte sich der designierte Vizepräsident Klaus Beck  Studierenden vor. Beck soll in der Sitzung des Erweiterten Akademischen Senats (EAS) am Mittwoch, 29. Mai, gewählt werden. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Obwohl auf der VV auf die Vorstellung hingewiesen wurde, erschienen außer FURIOS nur zwei Mitglieder der Juso-Hochschulgruppe.

Beck ist für Professorenmehrheit

Als Vizepräsident ist Beck zuständig für „Internationales“. Er wolle sich deshalb für eine verbesserte Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland einsetzen, um den Austausch zu fördern. Außerdem plane er, das Angebot von Sprachkursen auszuweiten.

Auch die verhärteten Fronten zwischen Studierenden und dem Präsidium hofft Beck aufzubrechen. „Ich glaube, dass ein Gesprächsangebot notwendig ist“, sagte er. AS-Sitzungen verlören sich zu sehr in Debatten über die Tagesordnung oder andere Formalia.

Eine Viertelparität für den EAS, wie jüngst an der TU verabschiedet, befürworte er nicht. „Es gibt gute Gründe für die Professorenmehrheit.“ Allerdings wolle sich Beck für den Grundordnungsprozess einsetzen. Es müsse konkreter an der jetzigen Teilgrundordnung gearbeitet werden. Die derzeitige Evaluierung dieser Teilgrundordnung gleiche eher einem „sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekt“, so Beck.

Klaus Beck ist Kommunikationswissenschaftler und lehrt seit 2007 an der FU. Er wurde im Januar für die professorale Liste “demokratisch-pluralistischer Dienstagskreis” in den AS gewählt. Der Posten des zweiten Vizepräsidenten war durch den Tod des Professors Werner Väth im November 2012 vakant geworden.

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