Voll unfair, ey! | FURIOS Online
FURIOS wünscht Euch schöne Semesterferien! Aktuelles rund um die FU gibt es hier wieder ab dem 13. Oktober.
Bis dahin viel Spaß mit unseren wöchentlichen Ferienserien FURIOS auf Reisen und Berlins Bibliotheken im Test!

Voll unfair, ey!

Langsam wird die Luft dünn in den Höhen journalistischer Kunst an der FU. Immer mehr Blogs und Blättchen versuchen, FURIOS ihren Platz an der Sonne streitig zu machen. Julian Niklas Pohl ist schwer beeindruckt.

Illustration: Cora-Mae Gregorschewski

Ja, ja, zugegeben: FURIOS als Name eines Magazins, also Freie-Universität-rios, das ist nicht sehr witzig. Wortspiele im Namen sind immer idiotisch: „Frisör Haarmonie“, deine Lieblingskneipe „WunderBar“, da graust es doch jedem literarisch nicht völlig Verkümmerten. Warum kann unsere Universität nicht unverwendbare Initialen haben? Funpreneur hieße nicht funpreneur an der Berliner Technischen Kunsthochschule.

Die Macher von „difFUs“ (für ganz Dumme sogar mit Kalauer in Versalien) sind sich jedoch auch 2013 nicht zu schade, ihr Werk von Anfang an FUlminant zu verunreinigen. Das selbsterklärt „erste seriöse Campusmagazin“ steht also schon mal mit dem falschen FUß auf. FUrchtbar. Zudem inhaltlich falsch: Das erste Campusmagazin sind schon mal wir. 2008 schlägt 2013. Ätsch.

Außerdem: Seriös sind wir, das „neoliberale Propagandablatt“ schon mal sowieso. Heiter mit FU-Präsident Peter-André Alt Golf spielend – in der Redaktion nennen wir ihn liebevoll Pietie – verprassen unsere Redakteure das vom Präsidium eingestrichene Geld für Kaviar und andere rechte Zwecke. Was ist daran nicht seriös? Da können sich die Damen und Herren von „difFUs“ mal schön an die eigene Nase fassen: Die Verbreitung von Falschmeldungen („FU erhält Meta-Exzellenztitel“ / „Virus in Dahlem“ / „Zivilklausel: NATO droht mit Vergeltung“) ist unverantwortlich. Wir sind empört!

Lustig ist das nicht. Ich persönlich rofl jedenfalls nicht so sehr.

Verzicht auf Layout: visionär!

Ehrlichere Konkurrenz droht da eher von Seiten der „Unitopia“, einem hochwertig produzierten Magazin (edles, handgeschöpftes Bütten), ins journalistische Rennen geworfen aus Richtung der nimmermüden Bildungsprotestler. Ich habe es nicht gelesen, weil mir auf den ersten Blick zu viele Paragraphenzeichen (das sind diese zwei lustigen Schlangen, wo die eine die andere Huckepack nimmt) im Fließtext waren. Sachen mit Jura – die sind mir zu kompliziert. Das Titelbild aber gefällt mir. Ein Onkel mit Krawatte macht Harlem Shake, ein anderer Onkel trägt eine Lederjacke. Vier Studenten tanzen Ringelringelrosen. Und das alles in schickem Lila. Sonst gänzlicher Verzicht auf Layout. Visionär, finde ich.

Seit es die „Unitopia“ gibt, herrscht jeden Mittwoch Weltuntergangsstimmung bei unseren Redaktionssitzungen. Führende Neoliberale (Chefredaktion, Chef vom Dienst) konnten ihre Kontakte spielen lassen und wechseln zur B.Z., die restliche Redaktion heuert bei „out of dahlem“ an. Denn gefragt sind beim Asta-Hausblatt, unserem langjährigen Gegenspieler, seit neuestem heavy language skills, erschien doch die aktuelle Ausgabe zum vollkommen überraschenden Thema „Queerfeminismus“ auf Deutsch und Englisch – im selben Heft. Uns explodiert der Kopf. Voll unfair, ey. Die Erasmus-Leserschaft war doch ein No-Go. War abgemacht.

Ist dieser perfide Leserfang etwa Ergebnis einer internen McKinsey-Analyse, die der Asta nach sinkenden Leserzahlen in Auftrag gab? Aus Dahlem nach Mitte und Kreuzberg, ist das der Business-Plan für 2013?

FURIOS ist verloren.

2 Kommentare

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