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Idee, Schere, Show: Mode macht Schule

Berliner Fashion Week 2011 – nur für Fachpublikum mit Einladung? Von wegen: Modedesignstudenten präsentieren ihre Kollektionen und jeder konnte dabei sein. Ein kleiner Einblick in die Modewoche von Christina Anders.

(v.l.) Die "Urban Primitives" und "Lost and Found St. Petersburg" Kollektionen. Fotos: Christina Anders

Berlin wird wieder ein wenig bunter. Vom 5. bis 10. Juli verwandelte die diesjährige Fashion Week die Stadt wieder zu einem Schauplatz für Mode und Lifestyle. Zahlreiche Modeinteressierte aus aller Welt blickten in diesen Tagen auf die Metropole. Doch hier trafen sich nicht nur Einkäufer und Medienvertreter, auch die Modestudenten der Kunsthochschule Berlin Weißensee waren kreativ unterwegs. Bei dem Hochschulprojekt seeFASHION 11 durften die Studenten selbst ihr gestalterisches Potenzial unter Beweis stellen. Jeder, der normalerweise außen vor bleibt, hatte hier die Möglichkeit in den Moderummel reinzuschnuppern.  Im Außenbereich des „Haus der Kulturen der Welt“ präsentierten die Studenten ausgewählte Semesterprojekte, sowie Diplom- und Meisterschülerarbeiten.

Jeder kann reinschnuppern

Grelles Scheinwerferlicht trifft auf das blendende Hell der Sonne. Elektronische Musik setzt ein, das erste Model ganz in Schwarz tritt auf den Laufsteg –los geht’s!  Unter dem Motto ,,Urban Primitives‘‘ ließen sich die Studierenden des zweiten Studienjahres von kultischer Kleidung und Körperschmuck unterschiedlicher Weltreligionen inspirieren. Eine von ihnen ist die 24-jährige Marielena. Sie stellt zum ersten Mal ihre Kollektion auf einer Modenschau vor. Ein Semester lang hat sie sich mit den Outfits beschäftigt: Entworfen, geschneidert und angepasst, bis die Stücke endlich bühnenreif waren. Sie ist sichtlich nervös, doch ihre mystischen Symbole,  langen Gewänder und schwarzen Akzente sind ein Blickfang für die Zuschauer.

Mit starrer Miene balancierten die Models anschließend die Kollektionen des dritten und vierten Studienjahres über den Catwalk. Bei greller Sonne und zu hohen Schuhen präsentierten sie Kleidungsstücke, die selbst auf einem russischen Zuckerfest authentisch wirken würden und überdimensionale Halskrägen, die nicht einmal bei einem Superhelden natürlich aussähen.

Boleros, Schlipse und Kaffeesäcke

Den krönenden Höhepunkt des Abends bildeten die Kollektionen der Diplom- und Meisterschüler/innen,  die schon international auf sich aufmerksam gemacht hatten. Unter großem Beifall präsentierten die Models außergewöhnliche Kleidungstücke aus außergewöhnlichen Materialien. Die Besucher ließen sich besonders von Isabel Vollraths Kollektion ,,Lost and Found in St. Petersburg‘‘ beeindrucken. Aus Ballettschuhen machte die junge Designerin einen Bolero,  bunte Schlipse wurden zu Röcken und aus Kaffeesäcken wurde ein Wintermantel. Mit dieser Kollektion gewann Isabell den Baltic Fashion Award, eine Auszeichnung des internationalen Designwettbewerbs für kreative Modekollektionen in der Kategorie ‚,Best innovative and visionary concept‘. Den finalen Walk erhielt die Debüt Kollektion „Attirer“ des eben gegründeten Berliner Modelabels „Concis“.

Die seeFASHION 11 gab dem Nachwuchs der Kunsthochschule Berlin Weissensee die Möglichkeit, die Modewelt auf ihre Arbeiten aufmerksam zu machen. Auf diversen Fashionblogs, wurden die Entwürfe der jungen Designer bereits mit viel Begeisterung erwähnt. Und wer weiß: Vielleicht saß auch ein ganz großer Fisch des Modebusiness unter den Besuchern, der schon den nächsten Karl Lagerfeld im Blick hat.

2 Kommentare

  • das einzig aufregende an diesem pr-text ist das geistermädchen in der mitte des fotos.

  • 1. Schließe mich meinem Vorredner an.

    2. Was ist ein russisches Zuckerfest? Ich kenne das Zuckerfest nur aus einem islamischen Kontext. Aber selbst wenn ich die Infos dazu hätte, sind die Vergleiche sehr schlecht gewählt und wenig anschaulich. Überdimensionale Halskrägen, Superhelden: WTF? (tut mir Leid, das musste jetzt sein)

    Viele Grüße,

    Christian

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