Campuskriminalität | FURIOS Online
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Campuskriminalität

FU-Eigentum  fiel in den vergangenen Jahren mehrfach Diebstählen zum Opfer. Hierbei scheint es sich um organisierte Kriminalität zu handeln. Von Rebecca Ciesielski.

Cora-mae Gregorschewski

Montagabend 21.30 Uhr. Drei vermummte Gestalten springen aus einem schwarzen Kleintransporter. Einer blickt sich hektisch um, einer knackt das Schloss, einer wartet im Wagen. Dann geht alles ganz schnell. Wo sich die Beute befindet ist bekannt. Kurz darauf  verschwindet der Wagen wieder in der Dunkelheit.

Am Abend des 2. Mai versuchten drei Männer im Alter von 27, 30 und 31 Jahren „drei Notebooks mit Zubehör“, wie es in einer Pressemitteilung der Polizei von Berlin Steglitz-Zehlendorf heißt, aus den Büroräumen der FU zu entwenden. Sie kamen jedoch nicht weit. Nach wenigen Metern wurde Ihr Fluchtfahrzeug auf der Habelschwerdter Allee von der Polizei gestellt und die drei Insassen durch das Einbruchskommissariat festgenommen. Eine Zivilstreife hatte die Täter zuvor beobachtet. Der Einbruch wurde offenbar längerfristig geplant, es wurden ausschließlich MacBooks samt Zubehör gestohlen, welche einen hohen Wiederverkaufswert besitzen.

Fälle schweren Diebstahls sind an der Freien Universität nicht unbekannt. Nach einem größeren Einbruch im Mai 2006, bei dem hauptsächlich Bargeld entwendet wurde, verstärkte man an den größeren Instituten den nächtlichen Wachschutz. Auch die Medikamente in der Veterinärmedizinischen Fakultät werden nun bewacht. Viele sind teuer, manche verschreibungspflichtig. Im Frühjahr 2010 drangen Unbekannte  am Osterwochenende in den Keller des archäologischen Instituts ein und stahlen wahllos Rechner im Wert von 12.000 Euro. „Meistens wird an Feier- oder Brückentagen eingebrochen, wenn niemand im Haus ist“ sagt Jens Pilz, IT-Mitarbeiter am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften. An Feiertagen wie Ostern sind vor allem die Büros der kleineren Institute zumeist unbesetzt und wenig bewacht.

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