Stimmen zur Wahl – Fotostrecke | FURIOS Online
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Bis dahin viel Spaß mit unseren wöchentlichen Ferienserien FURIOS auf Reisen und Berlins Bibliotheken im Test!

Stimmen zur Wahl – Fotostrecke

Warum geht ihr wählen? Oder boykottiert ihr die Wahl? Pablo Freudenthal hat sich auf dem Campus umgehört und umfotografiert.

18 Kommentare

  • genau. immerhin sind die linksextremisten daran schuld, dass es kein fleisch mehr in der mensa gibt.
    erst denken, dann reden.

  • „Die Linksextremisten“ (um Deine Kategorisierung aufzugreifen) haben mit einer Unterschriftenkampagne, mit einer Intervention beim Verwaltungsrat des Studentenwerks sowie mit der Initiierung diverser Beschlüsse bzw. Resolutionen von Fachbereichsräten und StuPa massiv, aber letztlich vergeblich versucht die alte Mensa I in ihrer bisherigen Form zu retten. Infos zu unserem gesamten Engagement in dieser Sache gibt es unter

    http://www.fsiwiwiss.de/category/mensa-1/

    fsi wiwiss

  • Das haben alle zusammen versucht, aber, offen gestanden, keiner wirklich nachhaltig. Und ich finde, dass die Meriten dafür immer noch dem Café Tatort gehören, denn von dort ging die ganze Mensa-Kampagne über Gabriel und Olli mal aus. Wir andern sind damals alle nur aufgesprungen.

  • Alles klar. Kommentar falsch verstanden – im Zusammenhang mit dem Text zum ersten Bild hat der Kommentar von z eine andere Bedeutung, als im Kontext zu den Texten der anderen Bilder. Dumm nur, dass dieselben Kommentare unter jedem Bild/Interview angezeigt werden. Also nehmt unseren Beitrag bzw. unseren Link einfach als Untermauerung von z’s ironischem Kommentar..

    fsi wiwiss

  • @ Thomas:

    Also ich kann mich erinnern, dass es nach der Unterschriftenkampagne, welche gemeinsam von vielen Gruppen mit organisiert und unterstützt worden ist, sowie nach der gemeinsamen Intervention beim Verwaltungsrat des Studentenwerks relativ still um die Sache geworden ist. Wir haben seitdem wiederholt vieles unternommen, um die Teilschließung doch noch abzuwenden bzw. rückgängig zu machen. Dazu zählen eben unter anderem erwähnte Resolutionen/Beschlüsse des StuPa sowie des FBR Wiwiss plus diverse Mails von uns an Studentenwerk, Präsidium und Kanzler.

  • Wenn alle mal ehrlich wären, war es die PARTEI-Hochschulgruppe die als erste einen Antrag in das StuPa eingebracht haben!

    Hier der Text des damaligen Antrags:

    Antrag:
    Mensa I – ja, vegetarisch – nein!
    Das Studierendenparlament der Freien Universität fordert das Studentenwerk Berlin auf, die Mensa
    I von einer vegetarischen zu einer reichhaltigen Imbissmensa nach den Bedürfnissen aller
    anzupassen. Das Speisenangebotes muss schnellstmöglich um fleischliche Kost, wie Currywurst,
    Döner und hausgemachte Buletten erweitert werden.

    Begründung:
    Die PARTEI-HOCHSCHULGRUPPE wurde bei der vergangenen Studierendenparlamentswahl mit
    dem besten Ergebnis seit Kriegsende fulminant in das Studierendenparlaments der Freien
    Universität zu Berlin gewählt. Dies ist auf das konsequente Eintreten der PARTEIHOCHSCHULGRUPPE
    für die Mensa I (schon seit über 3 Jahren!) zurückzuführen. Die Mensa I
    ist wichtig für die Studierenden der FU. Doch es gibt nicht nur VegetarierInnen, sondern auch
    Menschen die eine Currywurst mit Pommes rot-weiß essen wollen. Schnelle und nahrhafte Kost
    sind nicht zu verachten und gehören auf alle Speisezettel an der FU!

  • wenn es nicht eigentlich so traurig wäre, könnte man diese angst vor den linksextremisten schon fast lustig finden. ich erinner mich noch genau, als letztes semester der black block den hörsaal 1a besetzte, die fsi-liste mit mollis den akademischen senat angriff und nicht zu vergessen die stalinistischen säuberungen des asta und die von der studierendenschaft finanzierten ausbildungen der referenten in linksislamistischen terrorcamps. der wird einem gleich angst und bange.
    also im ernst: natürlich gibt es basisdemokratische, repräsentativ-demokratisch, liberal-ideologische, links- und rechts-ideologische, garnicht-ideologische, studierendenfreundliche, studierendenfeindliche usw. usf. viele gruppen an der fu. aber „extrem“ linke oder linksextremistische gruppen in der überzahl zu wähnen, erinnert an die kommunismus-angst in der mc-carthy-ära…

  • Wer den Film „Unser täglich Brot“ noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt sehen. Die Produktion von unseren Nahrungsmitteln ist pervertiert.

    Die Pflanzen merken davon nichts aber die Tiere. Wenn man dann noch den aktuellen Dioxin-Skandal denkt, bin ich froh, dass die Mensa endlich anfängt als Großabnehmer ein Zeichen zu setzen und diese entsetzliche, auf Quälerei beruhenden Massenfleischprodukt boykottiert.

    Das so genannte Linke und das Stupa den Erhalt dieser unhaltbaren Zustände auch noch fordern finde ich absurd.

    Ich finde Großunternehmen, wie die Mensa, haben eine Verantwortung und ich finde es gut, dass diese endlich mal wahrgenommen wurde.

    Wer Currywurst und Co toll findet, kann sie doch immer noch am Stand essen. Man kann nicht eine gerechte Welt fordern aber dadurch entstehende Einschränkung nur für andere gelten lassen wollen.

  • @ Cora
    Es wurde in unserer Resolution eindeutig hervorgehoben, dass das ausgedehnte vegetarische Angebot der neuen Mensa I uneingeschränkt positiv zu bewerten ist. Allerdings hat das Studentenwerk einen Versorgungsauftrag und erklärt sogar selbst, dass es eine gleichwertige Versorgung aller Studierenden als herausragende Zielsetzung ansieht. Das ist aber nicht gegeben, wenn mensch Qualität, Preise, Angebot, Service oder Platzangebot diverser Mensen vergleicht. Da gibt es himmelweite Unterschiede z.B. zwischen der neuen Veggie-Mensa, der Mensa II in der Silberlaube und der „Luxus-Mensa“ der Charité. Daran orientiert sich die grundlegende Kritik unserer StuPa-Resolution. Der Beschluss des FBR Wiwiss zur Mensa I andererseits bildet die Mehrheitsverhältnisse dort ab und bringt gleichzeitig auch die Meinung der meisten Studierenden am FB Wiwiss zum Ausdruck, wenn dort implizit auch ein Minimum an Fleischgerichten gefordert wird. Gerade vor dem Hintergrund der extrem unterschiedlichen Versorgung an verschiedenen Standorten halten wir das für durchaus legitim. Auch am FB Wiwiss würden etwas höhere Preise aber sicherlich gerne akzeptiert, sollte das Studentenwerk beispielsweise auf Bio-Produkte umsteigen. Insgesamt ist auch so ein Beschluss wie der des FBR Wiwiss in der Sache erstmal hilfreich – und das unabhängig von der Frage rein vegetarisch oder nicht rein vegetarisch – da somit Kritik bzw. Änderungsbedarf signalisiert wird, der sich doch eben auch auf ganz andere Punkte als auf das Speisenangebot in der Mensa I erstreckt. Es sollte auch bedacht werden, dass die Qualität des vergetarischen Essens für dessen Akzeptanz ebenfalls eine wichtige Rolle spielen kann. Festzuhalten bleibt, dass es ganz allgemein Kritik an der umgebauten Mensa I gibt und dass diese vom Studentenwerk ignoriert wird. Wäre die Idee des Studentenwerks mit der Veggie-Mensa ehrlich gemeint, dann hätte vielmehr eine Grundsatzdebatte über das Angebot von Mensen des Studentenwerks im Allgemeinen geführt werden müssen. Das ist aber nicht die Intention des Studentenwerks. Vielmehr kommt uns das Konzept der verkleinerten Veggie-Mensa wie ein Marketing/PR-Trick vor, um den Abbau von Kapazitäten, die prinzipielle Verschlechterung der Speisenqualität sowie andere Missstände so zu verkaufen, dass diese akzeptiert werden. Gleichzeitig kann das Studentenwerk Kritik an der Mensa I immer auch als primäre Kritik am vegetarischen Angebot darstellen. Das Studentenwerk wird damit also keinesfalls irgendeiner Verantwortung gerecht und betreibt erst recht nicht aktiv Tierschutz. So werden im Gegenteil Interessen Studierender geschickt auseinanderdividiert.

  • @fsi wiwiss

    Hmmm…welche Beweggründe auch immer das Studentenwerk gehabt haben mag, die Mensa I zu einer vegetarischen zu machen. Zum Ergebnis hat es aber eine Reduzierung der Fleischabnahme bei den Händlern durch das Studentenwerk und das ist aktiver Tierschutz.
    Auch hat es zum Ergebnis, dass alle, die die Veggie-Mensa besucht haben, sich glücklich schätzen können, nicht über eine Dioxinverseuchung durch kontaminiertes Fleisch nachdenken zu müssen.
    Das vor dem Hintergrund dieser kriminellen Machenschaften zum Schaden von millionen Menschen noch jemand immer noch mehr Fleisch fordert, ist wirklich peinlich.

    Wie auch immer also die Beweggründe des Studentenwerkes aussahe und richtig.

    Ich habe auch schon mehrmals in der Veggie-Mensa gegessen und kann nicht sagen, dass die Speisequalität dort schlecht ist. Ich fand es sogar immer super lecker und ich bin keine reine Vegetarin.

    Ich möchte niemandem etwas unterstellen aber es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die schon die Nase rümpfen, wenn sie das Wort „Vegetarisch“ hören. Für diese ist ein Essen ohne Fleisch keine Essen oder/und kann nicht schmackhaft sein.
    Zum Teil werden hier mehr ideologische Gräben gezogen: Salat und Möhren sind für Kaninchen.
    Dass sich nach deiner Meinung die Speisequalität „prinzipiell verschlechtert“ haben soll, halte ich vor dem Hintergrund für sehr fragwürdig, entspricht nicht meiner Erfahrung und ist zudem auch sehr subjektiv.
    Dass aber im Gegenzug, wie gefordert, Currywurst und Bulette eine Verbesserung der Speisequalität darstellen soll, ist wirklich ulkig. Deshalb halte ich das Argumente der Qualität auch für arg gequält und nur vorgeschoben.

    Ich wundere mich bei den ganzen Resolutionen, dass keine eine Umstellung auf Bio-Fleisch fordert. Welcher Verantwortung wird dabei die fsi-wiwiss gerecht, wenn das Studentenwerk dieser nicht gerecht wird?
    Dem Studentenwerk wird so ziemlich alles (berechtigt und unberechtigt) vorgeworfen aber die eigene Verantwortung wird damit ausgespart. Weil die anderen doof sind, sind wir besser. Das ist ein seltsamer Automatismus, den man auch als PR-Trick kennt.

    Wie auch immer, eine Veggie-Mensa ist aktiver Tierschutz und das muss unterstützt werden.

  • Dass Cur­ry­wurst und Bulette eine Ver­bes­se­rung der Spei­se­qua­li­tät dar­stel­len sollen, haben wir nie gesagt. Im Gegenteil haben wir versucht zu erläutern, warum man die Frage rein vegetarisch / nicht rein vegetarisch von anderen Fragen wie der grundsätzlichen Qualität des Essens trennen sollte. Es kann nicht sein, dass der Teller halb so voll und damit gleichzeitig doppelt so teuer wie in anderen Mensen ist und dass sich hunderte von Menschen in jeder Pause irgendwie in diese viel zu kleine Mensa pressen und glücklich sein müssen, wenn sie es geschafft haben in einer halben Stunde Essen zu bekommen was nicht kalt ist, einen Platz zu finden etc.. Ich persönlich esse auch gern vegane VoKü im Roten Kaffee oder sonst wo – insofern ist der Vorwurf der grundsätzlichen Ablehnung vegetarischen oder gar veganen Essens und damit „ideologischer Gräben“ nicht treffend. In unserer fsi gibt es im Übrigen auch einige reine Vegetarier und nicht nur unsere fsi hat diese Resolution verabschiedet sondern das gesamte StuPa. Darüber hinaus haben auch der FBR Wiwiss sowie diverse Studis in der Umgebung der Veggie-Mensa starke Unzufriedenheit signalisiert. Das liegt daran, dass sich seit dem Umbau völlig unabhängig vom nun rein vegetarischen Speisenangebot diverse Dinge massiv verschlechtert haben. Insofern ist sicherlich auch Dein Eindruck nur ein subjektiver, wenn Du sagst, Du warst mit der Qualität des vegetarischen Essens immer zufrieden. Die Vegetarier in unserer fsi sind es beispielsweise nicht. Diese Kritik zu ignorieren, würde dem Aussparen der eigenen Verantwortung gleichkommen.

  • @fsi wiwiss,

    ich finde, es sollte in Eurem Kommentaren wirklich zwischen der räumlichen und quantitativen Kritik und der am vegetarischen Essen getrennt werden. Denn die Aussage, um die es ging war: „Ich will dass in der Veggie-Mensa wie der Fleisch angeboten wird.“ Eine andere Kritik gab es nicht. Kein Wort von der Enge, den höheren Preisen und den zu kleinen Portionen.

    Außer mir waren aber auch noch andere, die mit mir dort essen waren, sehr zufrieden. Ich hatte ja auch geschrieben, dass dieses Urteil sehr subjektiv ist. Soll ich euch nur deshalb recht geben und fordern alles zu verändern, weil es euch nicht schmeckt. Am Ende schmeckt es euch und dann mir nicht und alles fängt wieder von vorne an. Das kann doch unmöglich Sinn einer Resolution bzw, Forderung sein.

    Meine Zufriedenheit und anderer aber auszusparen wäre aber nicht grade die Lösung oder?

    Die Forderung nach Currywurst und Bulette stammt von der Hochschulgruppe „Partei“ und ich weiß nicht, ob das nun Albernheit war oder tosender Unsinn.

    Dass das gesamte StuPa (gab es auch Gegner oder Enthaltungen?) mehrheitlich dafür war, entbindet euch aber nicht von eurer Verantwortung als Gruppe oder macht die Forderung nach mehr Fleisch besser. Dabei geht es mir nur um das Fleischangebot.

    Als ich im Sommer das erste Mal in der Veggie-Mensa war, meinen Teller hatte, kam das große:“ Huch, und wo kann ich nun sitzen?“ Doof…ganz doof…zugeben! Kalt wurde mein Essen jedoch nicht und es fand sich auch ein wenig verzögert Platz. Aber wenn diese Mensa zu schlecht sein soll, wieso ist sie dann so super gut besucht?

    Die Mensa 1 ist eng, das stimmt und das liegt bestimmt auch an den begrenzten Räumlichkeiten aber zum Vergleich haben wir Biologen erst gar keine Mensa bzw. sie liegt Lichtjahre entfernt. Insofern kann man doch eigentlich froh sein eine Mensa zu haben. Ich kenne aber auch Menschen, die extra weite Wege zurücklegen, um in die Veggie-Mensa zu gehen. Diese finden dann wieder den Weg viel zu weit. Geht die Forderung darauf auch ein?

    Ich fände es nett, wenn Ihr euch in eurer Diskussion nur auf das Für und Wider zum Vegetarischen in der Veggie-Mensa beziehen würdet (s.o).

  • Wir haben uns in der bisherigen Diskussion primär hierrauf bezogen: http://www.fsiwiwiss.de/category/mensa-1/ (siehe auch zweiter Kommentar; ein Stückchen weiter unten in dem Link finden sich auch Resolutionstext sowie Beschluss unseres FBR).

    Die Resolution wurde seinerzeit vom gesamten StuPa verabschiedet, ausgenommen dem konservativem RCDS, zumal dieser die explizite Forderung nach Fleisch im Resolutionstext haben wollte. Dies wollte der rest des StuPa inkl. uns nicht mittragen. Insofern verstehen wir die Aufregung überhaupt nicht.

    Es ist nicht zu bestreiten, dass es viele Unzufriedene gibt, sei es nun, weil sie im Gegensatz zu anderen FU Studenten nicht mehr in den Genuss des Dioxin-Fleisches kommen dürfen, sei es, weil sie Probleme mit der Qualität des vom Studentenwerk angebotenen Essens haben oder sei es aufgrund anderer im Zuge der Teilschließung aufgekommener Verschlechterungen. Wenn wir nun sagen, dass es sicherlich auch einige Menschen gibt, die mit dem Status Quo ganz zufrieden sind, und daraus schließen, dass wir die Kritik vieler anderer ignorieren sollten, dann ist das als ob wir uns mit dem durchökonomisierten Bildungssystem zufriedengeben. Da gibt es nämlich auch den einen oder anderen Wirtschaftsstudi, der das so wie es ist ganz großartig findet. Es wird immer irgendwen geben, der zufrieden ist. Daher bedeutet Deine Argumentation im Umkehrschluss verallgemeinert, dass auf gar keine Kritik mehr eingegangen werden sollte.

    Wenn Kritik geübt und Veränderungen gefordert werden, dann muss das doch nicht automatisch heißen, dass diejenigen, die schon vorher zufrieden waren nachher nicht mehr zufrieden sind. Im Gegenteil bedeutet dies, dass es Gesprächsbedarf gibt und alle gemeinsam an einer noch besseren, für möglichst noch mehr Menschen tragbaren Lösung suchen sollten.

    Super gut besucht ist die Veggie-Mensa in unserem Augen im Übrigen aufgrund der Tatsache, dass sie kleiner ist als sie es vorher war – natürlich ist der Laden dann voll. Vorher waren zwei Etagen inkl. Terasse voll mit Gästen. Ich kenne viele, die dort gar nicht mehr hingehen, dies aber gerne würden, wenn sich einige Dinge verbesserten.

    Natürlich bildet unsere Resolution einen Missstand ab, der primär in unserer Umgebung als solcher wahrgenommen wird (schließlich können wir nicht wissen wie das Thema z.B. bei den Biologen wahrgenommen wird). Diesen haben wir dann im StuPa gemeinsam mit Menschen aus vielen anderen Fachbereichen thematisiert und es gab von allen anderen Vertreter_innen dort Unterstützung für unsere Wahrnehmung. Es gab darüber hinaus zahlreiche Beschwerden von Studis in unserem Umfeld sowie eine geschlossene Ablehnung der Teilschließung durch unseren FBR. Sollte man da als Vertrer_in dieser Leute nicht irgendwie aktiv werden?

    Wir finden es auch schade, dass Euer Fachbereich scheinbar so weit weg von diversen Mensen liegt, aber auch das ist ein Sachverhalt den mensch im StuPa ansprechen und diskutieren könnte. Das müssen dann aber Leute ins StuPa tragen, die die Problematik an Eurem Fachbereich kennen. Gerade vor dem Hintergrund, dass scheinbar wirklich viele Studis auf die Mensa I angewiesen sind, war doch eine Verkleinerung die völlig verkehrte Entscheidung von Seiten des Studentenwerks. Dies haben wir bzw. hat das StuPa primär versucht so gegenüber dem Studentenwerk zu kommunizieren.

  • Ich habe mir eure Seite durchgelesen:

    Der FBR fordert den „alten Zustand“ also auch Fleisch wie eh und je, egal wie dieses produziert wird, also nicht explizit „Bio-Qualität“. Klingt eher konservativ.
    Das StuPa findet das vegetarische Angebot gut, fordert aber Fleisch nicht explizit.

    Da das Andere nicht so das Thema hier war, möchte ich damit abschließen aber trotzdem noch schreiben, dass es doch ziemlich merkwürdigt ist, dass ein Unternehmen einen Bereich verkleinert, wenn er Gewinne macht. Also so fabelhaft kann die Mensa 1 nicht besucht gewesen sein bzw. voll bedeutet auch nicht immer Umsatz.
    Wieso es eine „verkehrte Entscheidung“ sein soll einen Bereich, der Unrentabel ist, zu verkleinern, leuchtet mir nicht so recht ein.
    Außerdem hat nach dem Studentenwerk die Anzahl der Studierenden auch stetig abgenommen also das darauf „angewiesen“ sein doch nicht von großer Bedeutung ist, wenn auch nicht unbedeutend.

    Wir Ihr es auch immer drehen und wenden mögt: Die Mensa ist nun voll. Und wenn sie es ist, müssen diejenigen auch irgendwie zufrieden sein, denn wäre sie es nicht, wäre sie nicht proppevoll auch wenn sie nun kleiner ist.

    Wenn man sich mit dem Studentenwerk auseinandersetzt, dann muss man auch damit rechnen, dass sie einem Zahlen geben, die Ihr aber schuldig bleibt. Für Wirtschaftswissenschaftler sollte das ja nun auch nichts außergewöhnliches sein. Aber trotzdem heißt es bei euch immer nur diffus „viele“.
    Das Studentenwerk hat ganze sechs Beschwerden, sagt es jedenfalls, und wie viele habt Ihr?

    Ich finde ja euere Arbeit super und auch für unverzichtbar und natürlich müsst Ihr da auch aktiv werden aber eure Gegenargumente sind nicht wirklich welche.
    Die Zustände sollen „unhaltbar“ (StuPa) sein aber die Mensa ist voll und drei weiteren Personen und mir schmeckt es dort aus eigener Erfahrung. Die Formulierung ist viel zu scharf.
    Oder her mit dem „alten Zustand“ (FBR) zu fordern ist auch ziemlich ulkig. Stellt der FBR so auch seine Etatforderungen an das Präsidium? Bio-Fleisch kommt darin auch gar nicht vor, sondern nur das aus konventioneller Massenhaltung!
    Das alles klingt doch alles mehr, nach Protestfolklore als von großem Geiste durchdrungen oder? 😉

    Ich weiß aber auch, dass die FSI-, und im Falle der Biologie, die Ini-Arbeit sehr schwierig ist, weil sich die Studierenden dafür eigentlich gar nicht mehr interessieren. Die Mobilisierung ist sehr schlecht und man arbeitet eigentlich nur tapfer in den leeren Raum hinein.

  • „Da das Andere nicht so das Thema hier war, möchte ich damit abschlie­ßen aber trotz­dem noch schrei­ben, dass es doch ziem­lich merk­wür­digt ist, dass ein Unter­neh­men einen Bereich ver­klei­nert, wenn er Gewinne macht.“

    Die Mensa I war dringend renovierungsbedürftig und hielt Auflagen des Gesundheitsamts nicht mehr Stand. Daher musste renoviert werden. Da das Mensa-Gebäude der FU gehört (>> Eigeninteressen bezüglich einer alternativen Nutzung des Gebäudes) und die Mensa selbst vom Studentenwerk betrieben wird (>> Eigeninteresse einer möglichst wenig kostenintensiven Renovierung), hat die Teilschließung wenig mit ökonomischen Nitwendigkeiten bezüglich der Rentabilität des laufenden Betriebs zu tun – auch wenn das Studentenwerks versucht, dass so darzustellen. Vor dem Hintergrund von Masseneffekten bzw. steigender Skalenerträge ist es aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht völlig logisch, dass eine kleinere Mensa einen höheren Zuschussbedarf hat.

    „Außer­dem hat nach dem Stu­den­ten­werk die Anzahl der Stu­die­ren­den auch ste­tig abge­nom­men also das dar­auf »ange­wie­sen« sein doch nicht von gro­ßer Bedeu­tung ist, wenn auch nicht unbedeutend.“

    Allein am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft studieren 2263 Menschen. Das Argument, die Studierendenzahl hätte so rapide abgenommen, dass dies eine Verkleinerung rechtfertigen würde, ist also völlig absurd. Wie bereits erwähnt – die Mensa war vorher auch regelmäßig völlig überfüllt. Dass sie es jetzt erst Recht ist, hast Du vorhin selbst bestätigt.

    „Wir Ihr es auch immer dre­hen und wen­den mögt: Die Mensa ist nun voll. Und wenn sie es ist, müs­sen die­je­ni­gen auch irgend­wie zufrie­den sein, denn wäre sie es nicht, wäre sie nicht prop­pe­voll auch wenn sie nun klei­ner ist.“

    Ein Rechenbeispiel: Von 2263 Studierenden des FB Wiwiss finden 150 einen Kurs ganz toll, alle anderen nicht. Der Kurs hat eine Platzzahlbeschränkung von 100 Plätzen. Was passiert? Der Kurs ist voll! Deshalb müssen nun alle Studierenden diesen Kurs ganz toll finden und Kritik muss niemanden interessieren. Super!

    „Wenn man sich mit dem Stu­den­ten­werk aus­ein­an­der­setzt, dann muss man auch damit rech­nen, dass sie einem Zah­len geben, die Ihr aber schul­dig bleibt. Für Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler sollte das ja nun auch nichts außer­ge­wöhn­li­ches sein. Aber trotz­dem heißt es bei euch immer nur dif­fus »viele«.
    Das Stu­den­ten­werk hat ganze sechs Beschwer­den, sagt es jeden­falls, und wie viele habt Ihr?“

    Leider haben wir in unserer fsi noch keine Buchführung. Wenn uns jemand hauptberufliche Arbeitskräfte bezahlt, dann halten wir für solche Fälle gerne alle Zahlen fest. Wir können daher nur „diffus“ von „vielen“ Beschwerden berichten. Wenn Du uns nicht einmal glaubst, dass wir einen Plan von den Meinungen der Leute an unserem Fachbereich haben, dann hat das an dieser Stelle vermutlich wenig Sinn, weiterzudiskutieren.

    „Die Zustände sol­len »unhalt­bar« (StuPa) sein aber die Mensa ist voll und drei wei­te­ren Per­so­nen und mir schmeckt es dort aus eige­ner Erfah­rung. Die For­mu­lie­rung ist viel zu scharf.“

    Du schließt von 4 Leuten bzw. von den verhältnismäßig wenigen Besuchern, die in die neue Mensa überhaupt noch reinpassen, auf alle anderen. Dies ist ein schwaches Argument. Wenn das Studentenwerk etwas tut, woraufhin ein paar hundert Leute die Mensa gar nicht mehr nutzen / nutzen können, die das vorher gern und regelmäßig getan haben, dann ist das aus unserer Sicht unhaltbar. Der gesamte Prozess der Verkleinerung wurde von Präsidium und Studentenwerk unter Ausschluss der betroffenen Öffentlichkeit ausgekungelt. Wer sich das gefallen lassen möchte, in Ordnung. Hier aber die Grundlage für Kritik abzusprechen, halten wir für ungerechtfertigt.

    „Oder her mit dem »alten Zustand« (FBR) zu for­dern ist auch ziem­lich ulkig. Stellt der FBR so auch seine Etat­for­de­run­gen an das Prä­si­dium? Bio-Fleisch kommt darin auch gar nicht vor, son­dern nur das aus kon­ven­tio­nel­ler Mas­sen­hal­tung!“

    Wie bereits erwähnt spiegelt der Wortlaut dieses Beschlusses die Mehrheitsverhältnisse im FBR Wiwiss wieder. Ich hatte als Vertreter dort vorgeschlagen, sich am Wortlaut des StuPa-Beschlusses zu orientieren, aber an unserem Fachbereich gibt es über alle Statusgruppen hinweg auch explizit die Forderung nach Fleischgerichten. Um grundsätzliche und vielfältige Kritik zu äußern und potentiell einen gemeinsam (von Studentenwerk und Kritikern des Umbaus) getragenen Lösungsprozess in Gang zu setzen, muss Kritik zunächst einmal artikuliert werden. Wenn sich alle Seiten ob ihrer unterschiedlich gearteten Kritik bereits vorher selbst auseinanderdividieren, dann bringt das letztlich gar nichts. Daher haben wir auch den Beschluss des FBR in unserer Mail an das Studentenwerk aufgegriffen.

    „Ich weiß aber auch, dass die FSI-, und im Falle der Bio­lo­gie, die Ini-Arbeit sehr schwie­rig ist, weil sich die Stu­die­ren­den dafür eigent­lich gar nicht mehr inter­es­sie­ren. Die Mobi­li­sie­rung ist sehr schlecht und man arbei­tet eigent­lich nur tap­fer in den lee­ren Raum hinein.“

    Das ist richtig und eigentlich auch ziemlich traurig. Das bemerkenswerte ist, dass dies gerade bei dem Thema „Mensa I“ zumindest an unserem Fachbereich nicht so ist. Dieses Thema polarisiert und weckt Interesse bei vielen Studis. Gerade vor diesem Hintergrund würde mensch die schwierige Situation hochschulpolitisch Aktiver noch verschärfen, würden wir die artikulierte Kritik nicht weitertragen bzw. nicht darauf eingehen und stattdessen bei anderen Themen „in den leeren Raum hineinarbeiten“. Bei einer Unterschriftenaktion im Zuge der Schließung der „alten“ Mensa kamen seinerzeit ein paar tausend Unterschriften zu Stande.

  • „Allein am Fach be reich Wirt schafts wis sen schaft stu die ren 2263 Men schen. Das Argu ment, die Stu die ren den zahl hätte so rapide abge nom men, dass dies eine Ver klei ne rung recht fer ti gen würde, ist also völlig absurd.“

    Das Studentenwerk behauptet und spricht nicht von der gesamten Anzahl der Studierenden sondern nur von denen, die in die Mensa kamen zum Essen und diese Zahl hat stetig abgenommen, wird behauptet.

    „Ein Rechen bei spiel: Von 2263 Stu die ren den des FB Wiwiss fin den 150 einen Kurs ganz toll, alle ande ren nicht. Der Kurs hat eine Platz­zahl be schrän kung von 100 Plät zen. Was pas siert? Der Kurs ist voll! Des halb müs sen nun alle Stu die ren den die sen Kurs ganz toll fin den und Kri tik muss nie man den inter es sie ren. Super!“

    Also das ist wirklich kein gutes Beispiel! Studierende brauchen einen Platz in einem Kurs, sonst kommen sie im Studium ja nicht weiter oder das BaFöG endet vor dem Studiumsziel.
    In einer Mensa kann ich mich frei entscheiden hinzugehen. Wenn das Essen meinem Magen oder meinem Gaumen nicht bekommt, gehe ich nicht mehr hin. WIe Ihr auch geschrieben habt, tun das ja auch viele. Damit ist es doch auch belegt. Mensa ist total freiwillig und ein Kurs im Studium obligatorisch (wenn auch nicht alle)!
    Die Mensa ist also unbestritten voll und damit sind die Menschen dort einer anderen Ansicht als ihr oder etwa nicht?

    „Lei der haben wir in unse rer fsi noch keine Buch füh rung. Wenn uns jemand haupt be ruf li che Arbeits kräfte bezahlt, dann hal ten wir für sol che Fälle gerne alle Zah len fest. Wir kön nen daher nur »dif fus« von »vie len« Beschwer den berich ten. Wenn Du uns nicht ein mal glaubst, dass wir einen Plan von den Mei nun gen der Leute an unse­rem Fach be reich haben, dann hat das an die ser Stelle ver mut lich wenig Sinn, weiterzudiskutieren.“

    Mir ist das eigentlich ganz egal aber IHR wollt doch etwas gegenüber dem Studentenwerk erreichen, die haben Zahlen und ihr nicht…also habt ihr Pech gehabt. Das finde ich ganz einfach, wenn auch sehr ärgerlich.

    Wenn ich Biologin das Wachstum einiger Bakterienstämme vergleichen möchte und keine Geld für die Zahlenerhebung habe, kann ich nicht in der Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Publikation darüber jammern und fordern, dass mir auch ohne Zahlen geglaubt wird. Ihr seit doch genauso wissenschaftlich tätig wie ich, wie kann man denn dann so unscharf argumentieren?

    „Vor dem Hin ter grund von Mas sen ef fek ten bzw. stei gen der Ska len er träge ist es aus wirt schafts­wis sen schaft li cher Sicht völ lig logisch, dass eine klei nere Mensa einen höhe ren Zuschuss be darf hat.“

    Und warum verkleinert man dann nicht auch die Mensa 2? Zuschüsse sind doch nichts logisches und etwas kleineres benötigt damit auch nicht automatisch höhere Zuschüsse. Wenn die Zuschüsse angeblich gestiegen sind, wieso sind dann die Preise gestiegen. Ich weiß nicht was alles in der Mensa bezuschusst wird aber bestimmt am Stärksten das studentische Essen. Nach den Zahlen des Studentenwerkes sind die Studenten aber rückläufig, was dann auch geringere Zuschüsse bedeuten würde. Irgendetwas stimmt dort in den Argumentationen nicht. Also Fakten und Zahlen braucht ihr.
    Als FSI und INI ist man in den Situationen richtig im Nachteil. Es macht WUt aber damit kommt bei denen auch nicht weiter.

    „Du schließt von 4 Leu ten bzw. von den ver hält nis mä ßig weni gen Besu chern, die in die neue Mensa über haupt noch rein pas sen, auf alle ande ren. Dies ist ein schwa ches Argu ment.“

    Ich habe aber wenigstens Zahlen und ihr nicht eine Einizige, die den jetzt Zustand beschreibt und ihr schließt damit auch nicht nur auf alle Anderen sondern entwerft auch noch Resolutionen, die nicht die geringste Kraft haben. Außerdem habe ich nirgends auf alle Anderen geschlossen. Ich habe nur ausgesagt, dass mit mir vier Menschen bekannt zufrieden sind. Ob es die Anderen sind, kann ich nur mutmaßen, weil die Mensa voll ist und das Gegenteil könnt Ihr nicht beweisen, dass die unzufrieden sind.

    Aber wie auch immer. Das Studentenwerk hat das Geld und will oder kann es nicht ausgeben. Da nützen auch die tausenden Unterschriften nichts, wenn die Unterschreiber dann hinterher doch wieder in dem Mensa sitzen. Ein paar tausend Unterschriften ist wirklich super…toll…und auch fies, dass die nicht anerkannt wurden. Waren denn das alles auch Unterschriften von Mensabesuchern? Ich denke die Erklärung lässt sich nur in den Zahlen finden. Mit Fähnchen winken und skandieren „wir sind dagegen“ kommt man auch nicht weiter. Das Einzige was hier hilf ist wohl einen ökonomischen Gegendruck zu erzeugen oder alternativ Lösungen anzubieten, die für das Studentenwerk auch attraktiv und rechnerich nachvollziehbar sind.

  • Wenn man sich die Fotostrecke ansieht, könnte man meinen, dass die FU nur aus BWL/VWL-Studenten besteht. Nicht sehr repräsentativ, oder?

  • „Das Stu­den­ten­werk behaup­tet und spricht nicht von der gesam­ten Anzahl der Stu­die­ren­den son­dern nur von denen, die in die Mensa kamen zum Essen und diese Zahl hat ste­tig abge­nom­men, wird behauptet.“

    Wie Du bereits richtig festgestellt hast haben wir hier zwar keine Zahlen, aber es bleibt die Tatsache, dass die Mensa I bereits vor dem Umbau in jeder Pause völlig ausgelastet war. Zumindest ich und mein Umfeld haben das nie anders erlebt. Auch damals schon musste mensch teilweise eine ganze Zeit lang anstehen.

    „Also das ist wirk­lich kein gutes Bei­spiel! (…) Mensa ist total frei­wil­lig und ein Kurs im Stu­dium obli­ga­to­risch (wenn auch nicht alle)!
    Die Mensa ist also unbe­strit­ten voll und damit sind die Men­schen dort einer ande­ren Ansicht als ihr oder etwa nicht?“

    Stell Dir einfach vor, der Kurs in dem Beispiel sei ein Wahlkurs. Dann passt das Beispiel großartig. Einige wenige entscheiden über das Angebot in den Wahlbereichen, obwohl ein ganz anderer Kurs eher von allgemeinem Interesse wäre. Zumindest die Kritik muss mensch dann als logische Konsequenz eines solchen Verfahrens akzeptieren. Abgesehen davon steht sicherlich nicht jeder Besucher dafür, dass er völlig zufrieden mit dem gegenwärtigen Zustand ist. Möglicherweise gehen Leute dort hin, weil sie ganz einfach keine andere Wahl haben, wenn sie unbedingt ein Mittagessen haben wollen. Sicherlich kann mensch aber sagen, dass die Besucher der Veggie-Mensa zu großen Teilen einer anderen Ansicht sein mögen, als deren Kritiker. Die Schande ist doch aber, dass es augescheinlich Kritik gibt, aber diese nicht gehört bzw. nicht darauf eingegangen wird. Sollte das Ziel nicht sein, möglichst viele Menschen zufriedenzustellen?

    „Mir ist das eigent­lich ganz egal aber IHR wollt doch etwas gegen­über dem Stu­den­ten­werk errei­chen, die haben Zah­len und ihr nicht…also habt ihr Pech gehabt. Das finde ich ganz ein­fach, wenn auch sehr ärgerlich.“

    Sicher ist das ein Problem für die Wahrnehmung unserer Kritik, es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass Studierendenverteter_innen (die das in der Regel neben Studium, Job etc. unbezahlt machen und nicht sehr zahlreich sind) wenig Chancen haben, sich gegen einen derartigen, von Marketing-Spezialisten und bezahlten Experten erstellten Zahlenwust in gleicher Weise zur Wehr zu setzen. Wo kämen wir hin, wenn in einer solchen, für Hochschulpolitik recht exemplarischen Situation, gesagt würde, die Kritiker hätten damit einfach Pech gehabt und das Recht auf die Wahrnehmung ihrer Kritik verwirkt? Dass dies durchaus die gängige Logik ist, ist uns auch klar. Fakt bleibt, dass es ganz unbestritten Kritik von einer beachtlichen Zahl von Menschen gibt. Andernfalls kämen solch ein StuPa- oder FBR-Beschluss doch gar nicht zustande. Da das Studentenwerk einen allgemeinen Versorgungsauftrag hat und dafür sogar von JEDEM Studierenden über die Semestergebühr bezuschusst wird, sollte mensch dort auf Kritik eingehen und diese nicht in einer solchen Art und Weise zurückweisen.

    „Ihr seit doch genauso wis­sen­schaft­lich tätig wie ich, wie kann man denn dann so unscharf argumentieren?“

    Um Zahlen wissenschaftlich auszuwerten, benötigt mensch zunächst einmal einen entsprechenden Datensatz. Den über eigene Erhebungen o.Ä. zu erhalten, macht einen Haufen Arbeit, zu dem wir personell und in Anbetracht ganz anderer Probleme am Fachbereich derzeit ganz einfach nicht in der Lage sind. Die vom Studentenwerk genannten Zahlen können sicherlich auch, aber nur teilweise für eine eigene Analyse genutzt werden. Das alles ist für die Zukunft auch noch angedacht (z.B. in Form einer elektronischen Umfrage), aber zunächst steht der bereits mehrfach erwähnte Fakt im Raum, dass wir aus unserem weiteren Umfeld, d.h. auch aus zahlreichen im Rahmen der Fachschaftsarbeit geführten Gesprächen mit diversen Studierenden, wissen, dass es sehr zahlreiche Kritik gibt. Darauf sollte das Studentenwerk als von Studierenden getragene Institution im Sinne der eigenen Verbesserung eingehen.

    „Und warum ver­klei­nert man dann nicht auch die Mensa 2? Zuschüsse sind doch nichts logi­sches und etwas klei­ne­res benö­tigt damit auch nicht auto­ma­tisch höhere Zuschüsse. Wenn die Zuschüsse angeb­lich gestie­gen sind, wieso sind dann die Preise gestie­gen. Ich weiß nicht was alles in der Mensa bezu­schusst wird aber bestimmt am Stärks­ten das stu­den­ti­sche Essen. Nach den Zah­len des Stu­den­ten­wer­kes sind die Stu­den­ten aber rück­läu­fig, was dann auch gerin­gere Zuschüsse bedeu­ten würde. Irgend­et­was stimmt dort in den Argu­men­ta­tio­nen nicht. Also Fak­ten und Zah­len braucht ihr.“

    Die Fixkosten, also die stetig anfallenden Kosten für Miete, Strom usw. teilen sich bei einer größeren Mensa auf eine größere Anzahl von Leuten auf. Da die Mensa I auch schon vor der Teilschließung eine deutlich kleinere Mensa war als alle weiteren aufgezählten Mensen, ist der für die Mensa I genannte hohe Zuschussbedarf nur folgerichtig. Selbstverständlich war der Zuschussbedarf für jeden eingenommenen Euro mit 1.32 € vor der Renovierung betriebswirtschaftlich nicht weiter tragbar, aber dieser kann sicherlich zu großen Teilen mit den Mehrkosten durch das seinerzeit schlecht gedämmte Gebäude oder durch die veraltete Technik erklärt werden. Insofern ist das Sinken des Zuschussbedarfs nach dem Umbau nicht zwingend auf die Verkleinerung der Mensa I zurückzuführen, wie das Studentenwerk das darstellt. Es dürfte also keinesfalls als Beleg für die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit herhalten, die Mensa zu verkleinern.

    „Ich habe aber wenigs­tens Zah­len und ihr nicht eine Eini­zige, die den jetzt Zustand beschreibt und ihr schließt damit auch nicht nur auf alle Ande­ren son­dern ent­werft auch noch Reso­lu­tio­nen, die nicht die geringste Kraft haben.“

    Wenn Du unbedingt Zahlen haben möchtest – mehr als vier Personen, die unzufrieden sind, kennen wir gesichert auch ;-). Immerhin scheint die Kritik zudem ja auch der Wahrnehmung des Studierendenparlaments zu entsprechen, das sind dann auch nochmal 60 Leute.. (und damit ist nicht die Kritik am vegetarischen Konzept, sondern die an der durch die Teilschließung verlorengegangenen und nun erwartungsgemäß fehlenden Infrastruktur gemeint)

    „Waren denn das alles auch Unter­schrif­ten von Mens­abe­su­chern?“

    Wie willst Du das feststellen? Da hätten wir die Leute damals ja direkt in der Mensa ansprechen müssen. Das hätte das Studentenwerk sicherlich nicht allzu lange geduldet. Es ist aber aus verschiedenen Gründen davon auszugehen, dass die Unterschriften von Menschen kamen, die die Mensa I auch aktiv besucht haben. Zum einen nimmt sich erfahrungsgemäß niemand, den mensch irgendwo anspricht, die Zeit für eine Unterschrift, wenn ihn das Thema nicht irgendwie tangiert. Zum anderen wurden die Unterschriften selbstverständlich immer im unmittelbaren Umkreis der Mensa I gesammelt.

    „Ich denke die Erklä­rung lässt sich nur in den Zah­len fin­den. Mit Fähn­chen win­ken und skan­die­ren »wir sind dage­gen« kommt man auch nicht wei­ter. Das Ein­zige was hier hilf ist wohl einen ökono­mi­schen Gegen­druck zu erzeu­gen oder alter­na­tiv Lösun­gen anzu­bie­ten, die für das Stu­den­ten­werk auch attrak­tiv und rech­ne­rich nach­voll­zieh­bar sind.“

    Ich bin als kritischer Ökonom zu der Erkenntnis gelangt, dass die Wahrheit nicht immer in den Zahlen liegt. Sicherlich spielt das eine große Rolle, wenn mensch das Handeln von Studentenwerk, Präsidium etc. verstehen will. Tatsächlich sind hier die in Kommentar 15 (erster Abschnitt) genannten politischen bzw. ökonomischen Eigeninteressen dieser Akteure von zentraler Bedeutung. Wenn es danach geht, können wir das Thema abhaken. Es wurde auch nie behauptet, dass wir eine große Chance in unserer Kritik sähen. Zumal es diese aber gibt, ist unsere Chancenlosigkeit eigentlich ein Beleg dafür, dass das System dabei versagt, Kritik und damit andere Meinungen zu antizipieren und somit sozial und menschlich zu sein. Daher stellt sich die Frage, ob wir uns bei unseren Positionen bzw. bei unserer Kritik an genau dieser Logik orientieren können bzw. sollten. Möglicherweise ist es nämlich eben diese Logik, die erst zu dem Problem an sich führt.

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