#26 GEGEN VERSCHULTEN BACHELOR – FÜR FREIES STUDIUM | FURIOS Online
FURIOS wünscht Euch schöne Semesterferien! Aktuelles rund um die FU gibt es hier wieder ab dem 13. Oktober.
Bis dahin viel Spaß mit unseren wöchentlichen Ferienserien FURIOS auf Reisen und Berlins Bibliotheken im Test!

#26 GEGEN VERSCHULTEN BACHELOR – FÜR FREIES STUDIUM

Wer seid ihr? 

Wir sind politisch unabhängig denkende Studenten, die sich für die breite Studentenschaft im StuPa einsetzen. Unsere Liste hat keine allgemeinpolitische Ausrichtung. Bei uns finden sich Studenten aus den verschiedenen politischen Richtungen.

Uns gibt es seit 2009. In den beiden Wahlen seit unserem Zusammenschluss konnten wir jeweils zwei Mandate gewinnen (letztes Jahr als fünftstärkste Liste).

Welche konkreten Initiativen wollt ihr ergreifen, wenn ihr ins StuPa gewählt werdet?

Zunächst hoffen wir, dass es im StuPa endlich eine neue Mehrheit gibt, um den ASta-Klüngel nach mehreren Jahrzehnten endlich abzuwählen.

Wir möchten ein demokratischeres StuPa, indem wir die Kontrollrechte der Opposition stärken: So soll – wie es in jedem halbwegs demokratischen Parlament sonst üblich ist – festgeschrieben werden, dass die Opposition in Sitzungsleitung und Haushaltsausschuss vertreten ist.

Wir möchten, dass klare Kriterien festgeschrieben werden, nach denen der AStA seine Gelder vergibt. Diese Vorgänge müssen transparent und kontrolliert werden.

Wir möchten eine neue Website, die regelmäßig und unabhängig über die Arbeit von AStA und StuPa berichtet.

Wir möchten eine Kampagne, in der die Angebote des AStA für die Studentenschaft offensiv beworben werden, damit nicht weiter nur ein kleiner Kreis von ihnen profitiert.

Was ist euer Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Gruppen?

Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir die Arbeit im StuPa pragmatisch angehen. Uns geht es nicht darum, die politischen Grabenkämpfe aus der Tagespolitik in die Uni zu tragen (anders als die parteinahen Listen). Wir versuchen mit unserer Politik auch nicht eine bestimmte Klientel zu bedienen (anders als die FSI und „Regenbogenlisten“).

Wir sind bereit für eine Zusammenarbeit mit jedem – solange am Ende das Ergebnis für die Studentenschaft stimmt.

Mit welchem Einsatz habt ihr euch die (Wieder-) Wahl ins StuPa verdient?

Unsere Wiederwahl haben wir uns mit zwei Jahren konsequenter und konstruktiver Oppositionsarbeit im StuPa verdient. Trotz Anfeindungen – auf unterster und persönlicher Ebene – und Verleumdungen haben wir unbeirrt unser Ziel einer demokratischen und transparenten Studentenvertretung verfolgt.

Wie wollt ihr mehr Interesse bei den Studierenden für Campuspolitik und das StuPa wecken? Wie wollt ihr die Wahlbeteiligung erhöhen?

Das Desinteresse und die geringe Wahlbeteiligung sind eine der Hauptprobleme bei uns an der FU. Beides haben sich die Studentenvertreter aber selbst zuzuschreiben. Dies fängt schon beim Wahltermin an: Wieso muss im tiefsten Winter direkt nach den Weihnachtsferien gewählt werden? Man muss als Studentenvertreter aktiv auf die Wähler zugehen und Campuspolitik erklären. Dies muss im Wahlkampf geschehen (wir waren in den letzten Jahren einige der wenigen, die das Gespräch mit den Studenten gesucht haben). Aber genauso müssen auch während der Legislatur die Studenten über die Vorgänge informiert werden. Es ist leider immer noch so, dass Vollversammlungen der Statusgruppen nicht öffentlich angekündigt werden, die Sitzungen des StuPa nicht breit beworben werden, Protokolle erst Monate später im Internet abrufbar sind.

Die Studenten müssen wissen, worum es geht. Dann wird ihr Interesse und Engagement von allein kommen.

Wie bewertet ihr die Arbeit des AStA im vergangene Jahr?

Eine richtige Bewertung der Arbeit des AStA ist kaum möglich: Man bekommt ja kaum etwas von einer Tätigkeit mit – weder als Student noch als Mitglied des StuPa.

Man merkt zwar im StuPa, dass die Leute im AStA den wachsenden Druck der Opposition spüren. Es sind durchaus Verbesserungen festzustellen im gegenseitigen Umgang aber auch in der Substanz. Von demokratischen und transparenten Verhältnissen sind wir leider aber immer noch weit entfernt.

Grob vereinfacht lässt sich einmal mehr sagen: Das Geld ist weg und bei der breiten Studentenschaft ist nichts angekommen.

Sollte des Semesterbeitrags aufgrund der gefallenen Zinseinnahmen auf 8 Euro erhöht werden?

Wir denken, dass, bevor man über eine Erhöhung des Semesterbeitrags redet, zunächst einmal auf der Ausgabenseite genau überprüft werden muss, ob wirklich mehr Geld notwendig ist. Man kann nicht ständig mehr Geld fordern, wenn man selbst nicht vernünftig wirtschaftet.

Wie steht ihr zum Zukunftskonzept „Internationale Netzwerkuniversität“? Welche alternativen Leitbilder haltet ihr ggf. für besser?

Wir denken, dass man Exzellenz- und Breitenförderung nicht als sich entgegenstehende, sondern als sich ergänzende Konzepte sehen sollte. Wir sehen durchaus einige Verbesserungen seit der Auszeichnung as „Elite“-Uni. Gleichzeitig denken wir aber, dass davon deutlich mehr bei den Studenten ankommen muss.

Wenn ihr könntet: Welche Liste würdet ihr am liebsten aus den Wahlvorschlägen streichen?

Leider wird man mit dem Streichen einer Liste nicht weit kommen, um im StuPa mal aufzuräumen. Es sollte endlich damit aufgehört werden, für jede Klientel eine eigene Liste aufzustellen, mit Tarnlisten anzutreten oder eine große Liste in mehrere Splitterlisten zu unterteilen, nur um seine eigenen Wahlchancen zu erhöhen. All dies zeugt nicht von demokratischer Transparenz und verhindert eine effektive Arbeit im StuPa.

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