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Angela Merkel fehlten nur die Kekse

Kekse reichen, finden Krümelmonster und FSI OSI

Kekse reichen, finden Krümelmonster und FSI OSI

Subjektiv und schonungslos: Die Plakatkritik der FURIOS. Diesmal: Die FSI OSI setzt auf Professionalität und bekannte Gesichter.

von Tobias Heimbach

Ein Unding: Eigentlich stellt die Teilnahme der FSI OSI an der StuPa-Wahl eine ungeheuerliche Wettbewerbsverzerrung dar. Die Liste trägt nicht nur den Namen des wohl prominentesten FU-Instituts, muss sich somit also keine Gedanken um ihren Bekanntheitsgrad machen, sondern rekrutiert sich auch aus einem erlesenen Kreis perfekt geschulter Kader. Die angehenden PolitikwissenschaftlerInnen kennen sich nicht nur bestens in der Theorie aus, sie beschäftigen sich auch dauernd mit dem zentralen Thema dieser Wochen: Dem Wahlkampf.

Müssen sich andere Listen erst mühsam in die Thematik einarbeiten, so ist die Wahl für die OSI-Leute quasi ein Heimspiel. Kein Wunder, dass das Team um Spitzenkandidatin Christine Jennissen diesen Wettbewerbsvorteil nicht aus der Hand geben will. Die kühlen Strategen haben den letzten Bundestagswahlkampf eingehend analysiert und ein todsicheres Konzept erarbeitet: Völlig richtig erkannten die Spin-Doktoren der Liste 10, dass eine Wahl in Deutschland nicht mit Web 2.0-Firlefanz wie Twitter, Facebook oder Podcasts gewonnen wird.

Stattdessen orientierte sich die FSI OSI offenbar vielmehr am Wahlsieger, der CDU, und deren erprobtem Erfolgsrezept: Man nehme ein bekanntes Gesicht (damals: Angela Merkel, heute: das Krümelmonster) und kombiniere es mit einem möglichst simplen, inhaltsleeren Slogan: Damals  „Wir haben die Kraft“, respektive heute „Einfach zum Anbeißen“. Mit dieser wirkungsvollen Formel schafft es die OSI-Liste garantiert, mehr Mandate als bei der letzten Wahl zu verspeisen, pardon: zu ergattern.

Eine kleine Abweichung vom großen Vorbild hat sich die FSI OSI dann doch noch erlaubt: Ihre eingängigen Sprüche werden doch noch erklärt, auf Flyern. Warum dieser zusätzliche Schritt riskiert wurde, bleibt rätselhaft: Bei der CDU hat es schließlich auch ohne Inhalte geklappt.

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